Mittwoch, 22. Mai 2024

HARRY ROBSON - Das Mädchen da oben auf der Treppe ... werde ich heiraten


 

Biografie

Gibt es ein Leben vor dem Tod?
Aber gewiss doch! 

Harry Robson schreibt von Liebe, Familienglück, Crime, Betrug, Hass, Aufstieg und Niedergang.

Dieses Buch, spannend und informativ zugleich, zieht den Leser von der ersten Zeile an in seinen Bann.  Lassen Sie sich mitnehmen  auf eine Lebensreise die 70 Jahre andauert. Nur die Wenigstens würden diese Reise überstehen. Und wären am Ende noch in der Lage, ein Buch darüber zu schreiben. Lesen Sie dieses Buch und Sie werden wissen, ob Sie es auch geschafft hätten.


Der Autor über das Buch
 
Der Titel „Das Mädchen da oben auf der Treppe ... werde ich heiraten“, trifft es eigentlich ganz genau. Ich hatte die mittlere Reife der Realschule erlangt und, nicht nur ich, begann eine kaufmännische Lehre. Zu diesem Zweck waren alle Lehrlinge (heute Auszubildende) aus dem Stadtbezirk zur Einschulung in der Berufsschule auf dem Schulhof versammelt. Etwa 100, alle mehr oder weniger aufgeregt. Die Schule betrat man über eine breite Treppe und am oberen Ende der Treppe, direkt vor der Türe, stand ganz alleine ein Mädchen, wie ich es noch nie gesehen hatte. Gibt es „Liebe auf den ersten Blick“? Für mich, im Spätsommer 1967, gab es das. Mit Mädchen hatte ich bis dahin nicht viel zu tun gehabt, aber in diesem Moment war mir klar: Die oder keine! 
 
Einem Freund, der ebenfalls an diesem Tage eingeschult wurde, vermittelte ich diese Erkenntnis, doch der lachte mich nur aus. „Du willst die heiraten? Du weißt ja noch nicht einmal ihren Namen!“, und damit war für ihn die Angelegenheit abgeschlossen.    
 
Es stellte sich heraus, dass Sie und ich in die gleiche Klasse kamen und ich erfuhr ihren Namen. Dadurch war ich der Eheschließung ein Stück näher gekommen. Dachte ich damals.Immerhin haben wir vier Jahre später geheiratet und waren dann 30 Jahre zusammen.    Der Aufstieg und letztendlich auch der Niedergang dieser Beziehung ist Gegenstand des Buches. Es ist eigentlich nichts gefakt, es hat sich alles so zugetragen.   


Wichtige Information: durch ein Wechsel des Verlags ist das oben zu sehende Cover das aktuelle.

Um Missverständnissen vorzubeugen, zeige ich hier das auch das vorherige.

 

Lebenslauf von Harry Robson 


Geboren 1950, als die Welt sich noch vom 2. Weltkrieg erholte. In eine Zeit hinein, in der man viel mehr über Entbehrungen wusste als über Ansprüche. Mann und Frau waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben und glücklich, wenn es im Lebensmittelladen für die Lebensmittelmarken tatsächlich auch Lebensmittel gab. Das war nicht selbstverständlich. In der Dorfschule gab es zwei Klassen. Klasse 1 war das 1.-4. Schuljahr, Klasse2 war das 5.-8. Schuljahr. Mit 14 war die Schule fertig und der Einstieg ins Berufsleben als Lehrling war normal. Wenn man wie ich Glück hatte, konnte man mit 10 Jahren zur Realschule wechseln und dort mit 16 oder 17 die mittlere Reife machen. Daran schloss sich die Lehrzeit an, die 1970 mit dem Abschluss Groß-und Außenhandelskaufmann endete.

Die Bundeswehr wollte nicht warten und zwei Jahre bei der Deutschen Bundesmarine sorgten für viel Langeweile. Erst danach ging es mit dem Studium der BWL weiter und drei Jahre später erfolgte der Einstieg ins Berufsleben und die Hochzeit. Mit der Karriere ging es steil bergauf, mit der Ehe steil bergab. Irgendwann wurden Kinder geboren, dann später erfolgte der gesundheitliche Zusammenbruch und die Scheidung. Das alles aber gut überstanden, neu verheiratet und nun im Unruhestand.

 

Informationen und Wissenswertes über den Autor und seine Bücher 
[klicke hier auf den Pfeil und lass dich informieren]
 
 
Als sich der Autor Harry Robson bei mir meldete, nachdem ich ihm angeboten hatte seine Bücher auf meinem Blog vorzustellen, habe ich ihn u. a. gefragt, wie er zum Schreiben gekommen ist. Folgendes hat er mir dazu geschrieben:

Zum Schreiben bin ich durch den Tod meines besten Freundes gekommen. Im April 2020, auf dem Höhepunkt der Corona-Krise, entschied er sich aus dem Leben zu scheiden, da er fürchterliche Angst hatte, er könnte in einem der Krankenhausflure elendig verrotten. Genau so, wie man es zu dieser Zeit täglich im TV zu sehen bekam. Besonders aus Italien.

Er sprang vom Dach seines Hauses und war sofort tot.

Wir hatten uns 1975 bei einer Programmierarbeit kennengelernt und waren von da an sehr verbunden. Es war eine reine Männerfreundschaft, weder queere oder trans oder schwul. Wir mochten uns, hatten viele gemeinsame Interessen. Fahrradfahren zum Beispiel. Wir haben dann in Folge viele Projekte gemeinsam bearbeitet.

Zu seinen Lebzeiten hatte er mit immer wieder gesagt: Du musst unbedingt einmal dein Leben aufschreiben. Was da alles passiert, gibt es in keiner Soap. Nun, ich war seit 2020 Rentner, und da er ja nicht mehr da war, hatte ich viel Zeit und beschloss, mein Leben aufzuschreiben.

Dadurch entstand das erste Buch: Das Mädchen da oben auf der Treppe … will ich heiraten.

Das war kein Erfolg, aber ich war angefixt, das Schreiben machte mir einen riesigen Spaß.

Es erschienen einige Kriminalromane mit dem Thema Formentera/Ibiza und sogenannte Schwedenkrimis, die etwas härter ausgestaltet sind als übliche Krimis.

 
 
 

Auch wenn der Autor selbst schreibt, dass das hier vorgestellte kein Erfolg gewesen ist, vielleicht möchtest du ja dazu beitragen, es jetzt doch noch zu einem (Teil)Erfolg zu machen. Dann klicke hier auf das Buchcover.

 

Oder schau dir seine anderen Bücher an. Dazu auch hier einfach auf das jeweilige Buchcover klicken.

 

Tödliche Entführung     
ein (Heidelberg)Krimi

Ein Geni(t)aler Mord auf Ibiza
(ein (Ibiza)Krimi
 
 
Tödliches Spiel
ein (Formentera)Krimi
 
 
Tödliche Macchia
ein (Formentera)Krimi

Tödlicher Schnee
ein (Formentera)Krimi
 
 
Tödliche Fotos
ein (Formentera)Krimi
Tödlicher Missbrauch
ein (Formentera)Krimi 
 
 
 
Mordlust
ein (Schweden)Krimi
 
 
 
Mordlust 2
ein (Schweden)Krimi


Tod in der Waschmaschine
ein (Teneriffa)Krimi




Die Links führen meistens zur Taschenbuchausgabe der Krimis, es stehen aber stets auch noch andere Ausgaben zur Verfügung. Außerdem kann man sich noch Leseproben ansehen.

Stöbere mal und such dir was aus 

 


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Samstag, 18. Mai 2024

HILDEGARD GRÜNTHALER - Tödliches Erbe [Ein Australien Reisekrimi]


Jörg Brandmüller, millionenschwerer Inhaber der Firma BraMüTec, fällt tot vom Stuhl. Vergiftet, wie sich bald herausstellt. Die Witwe und Erbin des Vermögens und ein in Australien untergetauchter betrügerischer Prokurist, geraten in den Focus der deutschen und der australischen Polizei. Im Wohnmobil unterwegs in Australien sind auch Helga und Jürgen Brombacher, die nicht nur den Gesuchten immer wieder in die Quere kommen, denn längst sind auch andere Mitwisser hinter den Millionen her.


Booking.com
[reise doch mal nach Australien an die Schauplätze des Romans]

 

Wie es sich für eine Reisebuchautorin gehört, ist auch »Tödliches Erbe« natürlich wieder ein Reisekrimi. Helga und Jürgen Brombacher, die Ihr schon aus dem Highway ins Verderben kennt, reisen dieses Mal nach Down Under. Logisch, dass sie auch hier wieder über Mordopfer stolpern und immer wieder selbst in Gefahr geraten.

 





 

 

Hier sind ein kurzer Buchtrailer:
https://youtu.be/Rht1m2ZR46k
und eine Online-Lesung:
https://youtu.be/d91wUe4-ahQ

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nicht nur als Schriftsteller oder als Schriftstellerin gibt es viel zu drucken. Du benötigst mal wieder Druckerpatronen? Vielleicht wirst du ja hier fündig  
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Mit diesem Post stelle ich nur eines der Bücher von Hildegard Grünthaler vor. Wenn dich interessiert, welches die anderen sind, dann klicke auf das jeweilige Cover und lass dich überraschen, um was es geht.










Wenn dir die Schnipsel nicht ausreichen, wenn du lieber die Bücher in der Hand halten und lesen möchtest, dann klicke auf das Büchersymbol und hol sie dir nach Hause

 
 
 
 
 
Potentielle Leser finden viele Leseproben in meinen beiden Webseiten:
 
https://www.wohnmobil-weltreise.de/
https://www.schmoekerseite.de/

Liebe Leser, Sie möchten noch mehr über mich und meine Bücher wissen? Schauen Sie doch einfach mal in meine beiden Webseiten rein.

Plagt Sie gar das Fernweh? Dann gehen Sie einfach anhand der zahlreichen Fotos in meiner Reiseseite www.wohnmobil-weltreise.de auf eine visuelle Tour. Falls die vielen Leseproben Sie zu einer ähnlichen Reise inspiriert haben, erfahren Sie in den beiden Fernwehschmökern nicht nur was wir unterwegs gesehen und erlebt haben, sondern Sie finden dort auch alle Informationen, die man für eine ähnliche Unternehmung benötigt.

Spannung, Humor, einen Schuss Fantasy und viele Leseproben gibt es auch in meiner zweiten Webseite www.schmoekerseite.de. Die beiden Bücher sind echte All-Age-Bücher, die nicht nur etwas älteren Kindern, sondern auch Erwachsenen gefallen. Erhältlich sind sie als Taschenbuch, und als E-Book. Damit eignen sich natürlich besonders gut als Reiselektüre.

Was kommt dabei raus, wenn eine sesshaft gewordene Reisebuchautorin einen Krimi schreibt? Ein Reisekrimi, logisch. Wär’s ein Film, würde man »Highway ins Verderben« ein »Road Movie« nennen. Inzwischen werden aber auch Bücher so bezeichnet.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern in meinen Webseiten und ganz besonders beim Lesen meiner Bücher!

https://www.wohnmobil-weltreise.de/

https://www.schmoekerseite.de/

Hier sind zwei Links zu Autoreninterviews:

http://lesen.abs-textandmore.de/2015/11/autoren-interview-mit-hildegard-gruenthaler/

https://www.buechertreff.de/buecher/hildegard-gruenthaler/#interview

 
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Freitag, 17. Mai 2024

DORIS E. M. BULENDA - Ich war die SKLAVIN SATANS

Klappentext

Ich, Renata, habe mich für 500 Jahre als Lust-Sklavin an Satan verkauft. Mit voller Absicht, denn nach meiner Sklaven-Zeit kann und werde ich ein scheußliches Verbrechen begehen und ungestraft davonkommen. Weil ich schon vorher gebüßt habe.

Die Nächte mit Satan sind verdammt schmerzhaft, am Tag räume ich das verrottete höllische Archiv auf. Sogar des Teufels Großmutter schätzt mich. Alles bestens also.

Doch dann machen diese blöden Monster eine Revolte und greifen uns an. Weil sie aufgehetzt worden sind, heißt es.

Ich bekomme das Angebot, dass mir der Rest meiner Sklavenzeit erlassen wird, wenn ich die Hintergründe aufdecke.

Nur ein Narr würde so ein Angebot ablehnen…

Oder bin ich ein Narr, weil ich es annehme?
 
 



 
 
 
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Kindl

 

Mit diesem Post stelle ich nur eines der Bücher von Doris E. M. Bulenda vor. Wenn dich interessiert, welches die anderen sind, dann klicke auf das jeweilige Cover und lass dich überraschen, um was es geht, du gelangst dann direkt zur jeweiligen Buchvorstellung.

 


 




 


 

Ich habe die Autorin gebeten mal zu erzählen, wie sie auf die Idee zu diesem Buch gekommen ist und das hat sie mir dazu geschrieben:

"Meine Überlegung war, was passiert, wenn man für ein Verbrechen vorab büßt? Normalerweise begeht man das Verbrechen und büßt danach. Was könnte passieren, wenn es umgekehrt läuft? Wenn sich eine Frau an Satan als Sklavin verkauft, um danach ungestraft sündigen zu können? Was kann dabei schon schiefgehen? Eine ganze Menge, wie man im Buch nachlesen kann".

 

Über die Autorin:

Über die Autorin:

Doris E. M. Bulenda wurde 1961 in München geboren. Sie ist überzeugter Single und lebt mit ihren Katzen zusammen. Sie ist Buddhistin, Vegetarierin, Computer-Freak, Science-Fiction- und Fantasy-Fan. Ihre Hobbies sind Astronomie und Physik, Fotografieren, Rucksackreisen durch ferne Länder. Sie hat viele Länder in Südamerika, Mittelamerika, Ostafrika, Südafrika und Asien bereist. Sie ist durch den Westen der USA und Florida gefahren, hat in Europa per Auto, Zug oder Bus viele Länder kennengelernt.

Nach ihrem Handelsschulabschluss ging sie in die Zeitschriftenproduktion, später in die Buchproduktion, danach in Werbung/Marketing als Grafik-Designerin, Texterin und Gestalterin.

Nach der Verlegung ihres Wohnsitzes nach Ungarn lebt sie heute da, wo andere Urlaub machen. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben ihrer Bücher.
[entnommen Amazon]

 

 

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Mittwoch, 15. Mai 2024

SYLVIA FLOQUET - Mörderisches Barcelona

 

Klappentext

Mord auf Katalanisch – Kriminalkommissarin Dolors Canovas hat alle Hände voll zu tun. Für alle Fans von Spanien, dem Mittelmeer und den Romanen von Catalina Ferrera und Isabella Esteban 

»Schuld sühnt man nicht, man trägt sie« 

Barcelona, Ende Juni, eine heiße schwüle Nacht. Völlig übermüdet steigt die Kriminalkommissarin Dolors Canovas morgens um drei in Sants, dem Hauptbahnhof von Barcelona, hinab in den U-Bahn-Bereich und erreicht ihren neuen Tatort:  eine junge Frau, die vor eine U-Bahn gestoßen worden war. Die Tote ist Mitglied des renommierten Tanzensembles Agita Danza, sie sollte im neuen Stück auch dessen neue erste Solotänzerin werden. Wer wollte den Tod der jungen Tänzerin? Während Dolors den Täter durch das sommerliche Barcelona jagt, bekommt sie auch noch einen neuen Kollegen, der neben Dolors′ Familie für allerlei Unruhe sorgt. 


Hinter dem Pseudonym Sylvia Floquet verbirgt sich Lea Korte

Lea Korte ist Autorin, Lektorin und Autorencoach – und bildet in ihrer Online Autorenakademie „Romanschmiede“ seit 15 Jahren erfolgreich Autoren aus. Inzwischen haben ihre Autoren über 450 Romane veröffentlicht.

www.romanschmiede.eu

www.leakorte.de
 

Ich habe die Autorin gefragt, wie sie zum Schreiben gekommen ist.

Folgendes hat sich mir dazu anvertraut:

Schon als Zwölfjährige wollte ich schreiben, schrieb dann auch einen Roman – der allerdings grottenschlecht wurde. Aber es war ein Anfang. Im Studium fing ich dann an, mich um die „Theorie“ des Schreibens zu kümmern, habe Romane, Szenen, Figuren auseinandergenommen, seziert, analysiert, studiert ... und dann neu losgelegt. 

Gleich mein erster Versuch, mit dem neuen Werk einen Agenten zu finden, war erfolgreich – und führte zu meinen ersten vier Romanen im Heyne Verlag als Ana Capella. Später kamen dann die historischen Romane bei Droemer Knaur und dem Aufbau Verlag als Lea Korte. Meine neuesten Romane sind bei Piper erschienen; der Krimi unter dem Namen Sylvia Floquet.


Meine nächste Frage war, wie die Idee zum Barcelona Krimi entstanden ist.

Die Antwort lautete:

Einen Krimi wollte ich schon immer mal schreiben – und da liegt es natürlich nah, ihn in der Stadt spielen zu lassen, die man am meisten mag. Nachdem dieser Entschluss gefasst war, fügte sich sehr schnell das eine zum anderen: Meine Protagonistin Dolors sollte eine Familie mit mehr oder minder pubertären Kinder haben und Schwierigkeiten mit ihrem Ehemann. Die Leiche sollte eine Tänzerin sein – ich liebe leidenschaftliche Charaktere - , und ein Großteil sollte in der wunderschönen Ciutat Vella spielen (dort ist Dolors‘ Kommissariat und dort sucht Dolors ihre neue Wohnung) – und natürlich sollte das Buch spannend werden!

Und mit diesen Bausteinen habe ich dann angefangen zu plotten ... 😉


 

Textauszüge

1. Kapitel

Sonntag – 3.15 Uhr

Vor die Metro, mare meva, wie gestört muss man sein, um jemanden vor die Metro zu stoßen?“ Kopfschüttelnd setzte Dolors den Blinker und bog kurz darauf von der Carrer d‘Olzinelles in den Passeig de Sant Antoni ein. Wann immer sie zu einem Tatort musste, drückte ihr der Magen, auch nach vierzehn Dienstjahren noch, aber ein Körper, der von einer herandonnernden Metro zerfetzt worden war, gehörte zu den Leichen, auf die sie am wenigsten treffen wollte.

Inzwischen leuchteten ihr in der Dunkelheit schon die großen, weißen Leuchtbuchstaben des Bahnhofs von Sants entgegen. Vor dem Eingang stand ein halbes Dutzend Einsatzfahrzeuge, deren hektisch hin- und herspringende Blaulichter sich in den hohen Glaswänden des Bahnhofs spiegelten. Die nächtlichen – oder sollte sie lieber sagen frühmorgendlichen? – Straßen der Stadt waren so leer, dass sie zügig vorangekommen war, und das auch ohne einen Höllenlärm zu veranstalten.

Dolors parkte ihren Dienstwagen, einen dunkelblauen Seat Ibiza, direkt neben den Patrouillenfahrzeugen der Mossos d’Esquadra, schaltete ihr Blaulicht aus und schnappte sich ihren Lederrucksack vom Beifahrersitz. Als sie die Wagentür öffnete, prallte sie auf eine Mauer so heißer, schwüler Luft, dass es ihr den Atem verschlug. Sie blies sich gegen die Stirn und fragte sich, was das für ein Sommer werden sollte, wenn es schon Mitte Juni so heiß war. Dann stieg sie aus, schloss den Wagen und lief zu den uniformierten Kollegen ihrer Einheit, die den Eingangsbereich bereits weiträumig abgeriegelt hatten. Sergi, einer der Älteren, ein großer, kantiger Mann, den sie schon ewig kannte, begrüßte sie mit einem knappen Nicken. Er hob das Absperrband für sie hoch. „Du warst auch schon mal schneller am Tatort.“

Seit Mittwoch wohne ich mit den Kindern bei Anna.“ Dolors schlüpfte unter dem Band hindurch. „Von der Eixample aus ist das hier leider alles andere als um die Ecke.“

Wieder Eheprobleme?“

Dolors zuckte mit den Schultern. „Habt ihr eine Spur vom Täter?“ (...)



13. Kapitel

(...) Noch ehe Dolors dazu kam, etwas darauf zu erwidern, klingelte ihr Handy. Es lag direkt vor ihr auf dem Tisch, sodass sie sofort sah, dass es die Nummer der Ballettschule ihrer Tochter war. Verwundert nahm sie den Anruf entgegen.

Nicht zweimal am Tag, Mama, nicht zweimal am gleichen Tag!“, schallte ihr die Stimme ihrer Tochter im Klageton entgegen.

Nicht zweimal am Tag was?“

Dass du mich vergisst!“

Dolors konnte hören, dass ihre Tochter jeden Moment in Tränen ausbrechen würde. „Wieso sollte ich dich vergessen haben?“

Ich warte hier immerhin schon seit über einer halben Stunde!“

Du wartest wo auf mich?“

In der Ballettschule. Mama!“

Moment, du willst jetzt nicht allen Ernstes sagen, dass dein Vater dich nicht abgeholt hat?“

Wieso Papa? Ich denke, den sollen wir die ganze Woche nicht sehen?“

Erstens habe ich das so nie formuliert, und zweitens – Ach, vergiss es. Ich komme, ich fahre sofort los. Wann macht Marta die Ballettschule zu?“

Eigentlich vor zehn Minuten.“

Dolors hörte, wie ihre Tochter schniefte.

Keine Sorge, sie wird dich schon nicht alleine auf der Straße stehen lassen. Sag ihr, ich mache es wieder gut – und dass ich unterwegs bin.“ (...)



16. Kapitel

Montag – 9.05 Uhr

Was dagegen, wenn ich die Klimaanlage höherstelle?“ Xavi zeigte auf den entsprechenden Drehknopf im Armaturenbrett.

Ganz im Gegenteil!“ Dolors fächelte sich mit einem Briefumschlag, den sie vor einem Weilchen auf dem Rücksitz ihres Wagens entdeckt hatte, Luft zu und hoffte, dass die idiotische Ampel endlich auf Grün sprang. Ein neuer Tag – ein neuer Hitzerekord für die Stadt. Das zumindest war gemeldet worden, und obwohl es erst neun Uhr früh war, war Dolors schon jetzt völlig erledigt von den herrschenden Temperaturen. So heiß ist es nun auch wieder nicht, hörte sie in ihren Gedanken Miguel sagen, der, je heißer es wurde, desto mehr aufzublühen schien. Außerdem ist das, was dich schwitzen lässt, in erster Linie die hohe Luftfeuchtigkeit, nicht die Temperatur an sich.

 – Ja, Miguel schwitzte nicht nur nicht, er wusste auch immer alles besser. Sie fragte sich, ob er nicht zumindest heute auch endlich einmal einen winzigen Schweißtropfen auf der Stirn haben würde oder ob seine Haut immer noch so verdammt angenehm kühl war, und seufzte stumm in sich hinein. Vergiss ihn, VER-GISS IHN! – 

Wenn sie wütend auf ihn war, wie eigentlich meistens, schien es immer so einfach: Nein, diese Beziehung taugte nichts, sie brachte weder sie selbst noch die Kinder weiter, weil Miguel immer nur an einen Menschen dachte, sich selbst. Aber dann gab es auch diese Momente wie gerade, in denen die Wut in ihr zusammenfiel und sie stattdessen seine Augen vor sich sah, große, warme, dunkle Augen, die auf eine Art und Weise eindringlich waren, die jede Faser ihres Körpers zum Glühen bringen konnte, seine Arme, vom vielen Schwimmen ebenso durchtrainiert wie sein übriger Körper, Arme, in denen sie sich so behütet fühlen konnte wie nirgends sonst auf der Welt, und dann seine Hände, groß, gepflegt, sensibel, Hände, die so verdammt genau wussten, wo und wie –

Wie bitte?“ Irritiert sah sie zu Xavi. „Was hast du gesagt?“ (...)



17. Kapitel

(...)

Dolors atmete tief durch. Immer wieder an die gleiche Grenze zu stoßen, war nichts, womit sie gut umgehen konnte. Entnervt sah sie zu Momo auf. „Gibt es denn niemanden, der ihr nah genug stand, damit wir mehr über sie und ihre offenbar schlimmen Erlebnisse erfahren können? Allmählich habe ich das Gefühl, einem Geist hinterherzulaufen. Es muss doch irgendjemanden geben, der mehr über sie weiß, auch über die Dinge, die sie nicht jedem erzählt hat – und irgendjemand wird ja wohl auch dabei gewesen sein, als sie dies … nennen wir es Trauma erlitten hat. Wir brauchen Namen. Verbindungen. Irgendwelche Zusammenhänge. Seltsames oder Bemerkungen …“

Momo hob die Schultern. Es lag keine Gleichgültigkeit in seiner Bewegung, nur Nichtwissen. Dann ging ein Ruck durch ihn hindurch. „Doch, warten Sie, da war einmal ein Satz, den sie zu mir gesagt hat, der irgendwie merkwürdig war …“ Er machte eine Pause, als müsse er überlegen, wie genau Julia ihn formuliert hatte, und sagte dann: „Ja, genau, um Schuld ging es. Es war nach einem dieser grauenhaften Terroranschläge, die kürzlich in der Presse waren. Ich habe überlegt, ob die Attentäter später nicht doch Momente haben, in denen sie von zerfetzten Leichen heimgesucht werden, ob sie ihnen nicht zumindest Albträume bescheren. 

Die Schmerzensschreie, die Blicke der Sterbenden, die Verzweiflung der Hinterbliebenen – ich kann mir nicht vorstellen, dass man das alles von sich fernhalten kann, egal, wie sehr man Größeres vor Augen hat oder es zu haben meint. Ich habe mich gefragt, wie man damit leben kann, so etwas getan zu haben, und ob diese Attentäter nie das Gefühl haben, etwas wiedergutmachen zu müssen, ihre Schuld zu sühnen. Als ich das gesagt habe, hat Julia mich ganz komisch ausgesehen und mit bebender Stimme hervorgepresst: ‚Schuld sühnt man nicht, man trägt sie.‘“

(...)



21. Kapitel

Der Polizist bejahte. Zügig ließen Dolors und Xavi die Absperrung hinter sich. Kurz darauf erreichten sie den Umkleideraum. Da bisher weder Pep noch jemand von seinem Team da war, gab es noch keine Schutzanzüge, sodass sie im Moment nur von der Tür aus in den Raum hineinsehen konnten, um keine Spuren zu verwischen. Auf einiges an Blut war Dolors gefasst gewesen, aber nicht auf das, was sie hier erblickte. Es sah aus wie im Schlachthaus: Die tote Frau lag bäuchlings in einer riesigen Blutlache, überall auf den Fliesen und den Spiegeln waren Blutspuren und auf den hellen Bodenfliesen deutlich sichtbare blutige Fußabdrücke, die in den Flur hinausführten. Einige von denen im Raum, nahm Dolors an, waren vom Opfer selbst, es waren die schmalen Abdrücke von Frauenschuhen mit hohen Absätzen, die das Opfer auch noch trug; das andere war eine wilde Mischung von Profilabdrücken, wobei Dolors meinte, zwei verschiedene Arten von Profilen ausmachen zu können.


So, ich hoffe, dass die Textauszüge, die die Autorin mir für diesen Blogpost zur Verfügung gestellt hat, den einen oder anderen meiner Leser neugierig auf das Buch gemacht haben. Wenn das der Fall der sein sollte, dann klicke auf das Buchsymbol und schon nach wenigen Tagen könntest du das Buch in Händen halten. 
 
 
 
 
Veröffentlichungen: 
[die Links führen jeweils zu einer gedruckten Ausgabe, wer Kindle möchte einfach weiter surfen]
 
 
 

Sylvia Floquet

Krimi

MörderischesBarcelona

 

2024, Piper Verlag
 

Lea Korte

Historischer Roman

Morgen werden wir glücklich sein 

 
 
 
2022, Piper Verlag
 
 
 
Lea Korte

Historischer Roman

Die Nonne mit dem Schwert 

 
 
 
 
April 2007 Droemer Knaur, Der Club, Weltbild
 
 
 
Lea Korte

Historischer Roman

Die Maurin 

 

Februar 2010 - Droemer Knaur, Weltbild, Readers Digest

 

Lea Korte

Historischer Roman

Das Geheimnis der Maurin

 
 
 
Dezember 2012 - Droemer Knaur


Lea Korte

Liebessroman

Sommernacht auf Mallorca 

 
 
 
 
Mai 2011 – Aufbau Verlag / Rütten & Loening


Auszeichnungen

 
 

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