
Hallo Matthias und vielen Dank für deine Bereitschaft für dieses Interview.
* Erzähl meinen Leserinnen und Lesern doch mal, wie dein Leben als Autor so aussieht und wie du zum Schreiben gekommen bist. Ansonsten weist dein Lebensweg ja zahlreiche Wendungen auf. Gibt es auf diesem Weg etwas, was du im Nachhinein anders machen würdest?
Matthias Soeder
Mein
Alltag als Autor sieht wahrscheinlich unspektakulärer aus, als viele
denken – aber genau daraus entstehen die Geschichten. Nach dem
Frühstück geht es meistens entweder direkt an den Laptop oder in
die Fachbücher. Gerade für „Tinte und Schwert“ muss ich ständig
recherchieren. Waffen, Kleidung, Märsche, Sprache, Alltag,
politische Zusammenhänge – ich tauche immer wieder tief in die
frühe Neuzeit ein, damit sich die Welt glaubwürdig anfühlt.
Dazwischen
laufen natürlich auch die ganz normalen Dinge des Lebens. Lesungen
organisieren, Messen besuchen, mit Lesern und Buchbloggern
kommunizieren, Social Media, Planung und oft auch schlicht
Papierkram.
Ein
wichtiger Teil ist außerdem meine historische Gruppe. Dort bin ich
regelmäßig als „Musketier“ unterwegs. Das hilft enorm, ein
Gefühl für die Zeit zu bekommen.
Zwischendurch
geht’s mit dem Hund raus – das ist oft der Moment, in dem neue
Ideen entstehen oder sich Probleme in einer Szene plötzlich lösen.
Die
Abende gehören meiner Frau. Aber ganz abschalten kann ich selten.
Auf meinem Nachttisch liegt immer ein Schreibblock bereit, weil
manche Ideen ausgerechnet nachts auftauchen. Wenn ich sie nicht
sofort notiere, sind sie am Morgen meistens verschwunden.
Wie
ich zum Schreiben gekommen bin: Vor etwas mehr als zehn Jahren hatte
ich plötzlich den starken Wunsch, ein Buch zu schreiben. Es war fast
wie eine Eingebung. Ich dachte damals, das wäre einfach. Die
Grundidee war schnell da und ich fing sofort an zu schreiben. Doch
nach sechzig Seiten kam die harte Erkenntnis: Ich hatte komplett die
Kontrolle über die Geschichte verloren. Die Figuren liefen
auseinander, der Spannungsbogen funktionierte nicht und ich blickte
selbst kaum noch durch. Da wurde mir klar, dass Schreiben eben nicht
nur Kreativität ist, sondern auch Handwerk.
Also
absolvierte ich ein zweijähriges Fernstudium im Fach Belletristik.
Dort lernte ich das eigentliche Rüstzeug: Spannungsaufbau,
Figurenentwicklung, Perspektiven, Dialoge, Tempo, Beschleunigung und
Verzögerung. Erst danach konnte ich wirklich loslegen.
Mein
erster Roman war der Thriller „Herzschlag der Gewalt“. Darin wird
ein Frachtpilot zum Geheimagenten. Die Idee entstand aus meinem
eigenen Leben, denn ich war selbst viele Jahre als Frachtpilot
unterwegs. Dadurch wurde die Geschichte sehr authentisch.
Und
ja – mein Lebensweg hatte viele Wendungen. Ich war KFZ-Mechaniker,
Zeitsoldat und Fahrlehrer bei der Bundeswehr. Später machte ich in
der Abendschule den Abschluss zum Bürokaufmann, weil ich mich nach
der Bundeswehr selbstständig machen wollte. Zum Glück hat das nicht
geklappt. Nach der Armee wurde ich Verkehrspilot – und das war für
mich der Jackpot. Fast dreißig Jahre lang saß ich im Cockpit.
Dann
kam die nächste große Wendung: das Schreiben.
Rückblickend
bereue ich keine dieser Stationen. Auch die Umwege nicht.
Wahrscheinlich wären meine Bücher ohne sie deutlich ärmer
geworden.
* Das erste Buch, das ich von dir auf meinem Blog vorgestellt und es dann auch gelesen habe, war Tinte und Schwert "Verwandlung". Mit diesem Buch hast du dich ja um ersten Mal auf das Gebiet des Historischen Romans begeben. Hattest du schon länger die Idee dazu und wie kam es dazu?
Matthias Soeder
Die
Idee zu „Tinte und Schwert“ kam nicht plötzlich. Schon lange
interessiere ich mich für die Frühe Neuzeit, besonders aber der
Dreißigjährige Krieg und der Wahnsinn der Hexenverfolgungen. Mich
fasziniert diese Zeit, weil vor 400 Jahren vieles extrem war: Hunger,
Krieg, Angst, religiöser Fanatismus und Machtkämpfe. Und trotzdem
mussten die Menschen ihren Alltag leben, lieben, hoffen und
überleben.
Auch
in meinen früheren Thrillern tauchte diese Faszination bereits auf.
In meinem Zweiteiler „Herzschlag des Bösen“, der im Jahr 2014
spielt, glaubt der psychopathische Antagonist, sich an ein früheres
Leben im 17. Jahrhundert zu erinnern. Rückblickend war das
wahrscheinlich schon ein erster Schritt in Richtung historischer
Roman.
Irgendwann
entstand dann die Idee, meine beiden großen Leidenschaften
zusammenzuführen: das Schreiben spannender Thriller und die Welt des
Dreißigjährigen Krieges.
Genau
daraus entstand schließlich „Tinte und Schwert“.
Mir
war dabei wichtig, keinen „trockenen Geschichtsroman“ zu
schreiben, sondern eine Geschichte mit Spannung, Tempo, moralischen
Konflikten und Figuren, die für den Leser emotional erlebbar werden.
In „Tinte und Schwert“ steckt zwar unglaublich viel historische
Recherche – aber im Kern ist es immer noch ein Thriller. Nur eben
vor der vielleicht dunkelsten Kulisse deutscher Geschichte.
* Ich kann mir kaum vorstellen, wie umfangreich die Recherchearbeiten dazu ausgesehen haben. Kannst du uns ein wenig davon berichten? Sind einige der Protagonisten eigentlich reale Persönlichkeiten und wie bist du auf sie gestoßen?
Matthias Soeder
Die
Recherche für „Tinte und Schwert“ war tatsächlich enorm
aufwendig. Bevor ich überhaupt richtig mit dem Schreiben begonnen
habe, steckten bereits zwei Jahre intensive Vorbereitung darin. Ich
habe Fachbücher gelesen, akademische und wissenschaftliche Arbeiten
gewälzt und Gespräche mit Experten aus ganz unterschiedlichen
Bereichen geführt.
Die
wichtigste Recherchequelle ist für mich aber meine historische
Gruppe, das Regiment Johann Wolf. Dort betreiben wir eine Art
experimentelle Geschichtsforschung. Wir rekonstruieren Waffen,
Ausrüstung und Kleidung nach historischen Vorlagen oder
archäologischen Funden und arbeiten dabei auch mit Museen und
Historikern zusammen.
Vor
allem aber versuchen wir, das Leben dieser Zeit praktisch
nachzuvollziehen. Wie fühlt sich eine schwere Muskete nach Stunden
an? Wie riecht Schwarzpulver? Wie bewegt man sich mit dieser
Ausrüstung? Wie fühlt sich ein Söldner in der Schlacht? Solche
Dinge findet man oft in keinem Fachbuch.
Genau
dort lerne ich Dinge, die meine Geschichte lebendig machen. Nicht nur
theoretisch, sondern auch emotional. Ich möchte, dass der Leser die
Zeit nicht wie ein Geschichtskapitel erlebt, sondern das Gefühl hat,
mitten darin zu stehen.
Und
ja – in „Tinte und Schwert“ spielen viele reale historische
Persönlichkeiten mit. In Band 1 spielt Graf Ernst von Mansfeld eine
zentrale Rolle, ab Band 2 tritt zusätzlich die wohl berühmteste
Figur des Dreißigjährigen Krieges auf: Albrecht von Wallenstein.
Auf
diese Persönlichkeiten bin ich ganz klassisch durch die Recherche
gestoßen. Sie spielten genau in der Zeit, in der „Tinte und
Schwert“ handelt. Sie waren an den historischen Ereignissen
beteiligt, die ich im Roman aufgreife.
Daneben
tauchen viele weitere historische Persönlichkeiten auf – manche
mit größeren Rollen, andere nur am Rand oder in kurzen Erwähnungen.
Damit
die Leser den Überblick behalten, findet sich am Ende der Bücher
auch eine Übersicht über die historischen Persönlichkeiten, die in
„Tinte und Schwert“ vorkommen.
* Und warum gerade die Zeit des 30jährigen Krieges? Das war ja wirklich eine grausame Zeit, eine Zeit in der wohl kaum jemand von uns gelebt haben möchte.
Matthias Soeder
Genau
deshalb interessiert mich diese Zeit so sehr. Der Dreißigjährige
Krieg war vermutlich eine der schlimmsten Katastrophen der deutschen
Geschichte. Hunger, Seuchen, religiöser Hass, Folter, Gewalt,
zerstörte Dörfer, entwurzelte Menschen – viele Regionen wurden
über Jahrzehnte hinweg regelrecht verwüstet.
Natürlich
würde heute wohl niemand freiwillig in dieser Zeit leben wollen.
Aber
gerade diese Extreme machen die Epoche literarisch so spannend. Wenn
Menschen permanent mit Angst, Verlust und Gewalt konfrontiert sind,
zeigen sie ihren wahren Charakter. Manche zerbrechen daran, andere
wachsen über sich hinaus. Genau solche Konflikte interessieren mich
beim Schreiben.
Zudem
lebe ich in Unterfranken – auf historisch gesehen ziemlich
blutigem Boden. Die Bistümer Würzburg und Bamberg gehörten vor
etwa 400 Jahren zu den Epizentren der Hexenverfolgungen. Und wenn man
darüber nachdenkt, sind 400 Jahre eigentlich gar keine so lange
Zeit. Mit meinen 64 Jahren decke ich selbst schon rund 16 Prozent
dieser Zeitspanne ab. Das macht Geschichte plötzlich deutlich
greifbarer.
Hinzu
kommt, dass der Dreißigjährige Krieg heute vielen zwar vom Namen
her bekannt ist, aber emotional oft sehr weit weg wirkt. In der
Schule wird er häufig auf Jahreszahlen, Schlachten und politische
Bündnisse reduziert. Mich interessiert dagegen die Perspektive der
normalen Menschen. Wie hat sich das angefühlt? Wie lebt man weiter,
wenn jeden Tag alles zusammenbrechen kann?
Außerdem
finde ich erschreckend, wie aktuell manche Themen geblieben sind:
religiöser Fanatismus, Propaganda, Machtpolitik, Radikalisierung,
Flucht und gesellschaftliche Spaltung. Man merkt beim Schreiben oft,
dass sich die Menschen in 400 Jahren technologisch massiv verändert
haben – emotional aber fast gar nicht.
Ich
wollte keine romantisierte Rittergeschichte schreiben, sondern eine
harte, unmittelbare und möglichst glaubwürdige Welt zeigen. Nicht
um Gewalt zu feiern, sondern um spürbar zu machen, was Krieg mit
Menschen macht.
* Im Oktober soll ja der zweite Teil herauskommen, und es soll sogar eine Triologie werden, also bist du im Augenblick wahrscheinlich im Schreibprozess. Bist du denn eigentlich noch in der Lage, im Hier und Jetzt zu leben (lach ...), oder träumst du vielleicht sogar schon vom 17. Jahrhundert?
Matthias Soeder
Ich
hoffe doch sehr, im Hier und Jetzt zu leben – meistens zumindest.
Aber tatsächlich begleitet mich die Geschichte fast permanent im
Kopf. Oft sitze ich gar nicht aktiv am Schreibtisch und denke
trotzdem über Szenen, Dialoge oder historische Abläufe nach.
Manchmal wache ich nachts auf, weil mir plötzlich eine Idee kommt
oder weil ich merke, dass irgendwo in der Handlung etwas noch nicht
funktioniert.
Wenn
man so tief in eine Romanwelt eintaucht, verschwimmen die Grenzen
tatsächlich gelegentlich ein wenig. Gerade beim Dreißigjährigen
Krieg passiert es schnell, dass man anfängt, Orte oder Landschaften
mit anderen Augen zu sehen. Ich stelle mir dann vor, was hier vor 400
Jahren passiert ist.
Und
ja – das Schreiben einer solchen Reihe fordert auch Opfer. Viele
Dinge, die ich eigentlich liebe, stelle ich momentan zurück. Sport
zum Beispiel, Motorradfahren, Unternehmungen mit meiner Frau oder
auch soziale Kontakte. Das alles leidet phasenweise darunter, weil
ich sehr intensiv an der Geschichte arbeite.
So
ein Projekt besteht eben nicht nur aus „ein bisschen Schreiben“.
Man lebt über Jahre mit diesen Figuren und Konflikten. Gerade jetzt,
mitten in der Arbeit an der Trilogie, nimmt „Tinte und Schwert“
einen großen Teil meines Lebens ein.
Aber
genau das ist wahrscheinlich auch nötig. Ich glaube, man kann keine
emotional funktionierende Geschichte schreiben, wenn man nicht selbst
tief darin steckt.
* Aber mal weg von dieser Zeit. Welche Genres hatten es dir vorher angetan? Und gibt es für dich ein Lieblingsgenre, hast du ein Lieblingsbuch, das du geschrieben hast?
Matthias Soeder
Vor
„Tinte und Schwert“ war ich ganz klar im Thriller zuhause – und
das fasziniert mich bis heute. Mich reizen vor allem Spannung,
Gefahr, Aufregung, moralische Konflikte und Situationen, aus denen es
scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. Genau solche Momente liebe ich
beim Schreiben.
Mein
erster Thriller „Herzschlag der Gewalt“ enthält viele
autobiographische Elemente. Die Hauptfigur ist ein Frachtpilot –
ein Beruf, den ich selbst fast dreißig Jahre lang ausgeübt habe.
Dadurch konnte ich viele Dinge sehr authentisch schildern: das Reisen
rund um die Welt, die Atmosphäre im Cockpit, den Alltag eines
Piloten, aber auch das Gefühl von Abenteuer und Freiheit.
Grundsätzlich
mag ich Geschichten, in denen Figuren unter Druck geraten und
Entscheidungen treffen müssen, die alles verändern können.
Wahrscheinlich zieht es mich deshalb immer wieder zum Thriller hin –
selbst bei „Tinte und Schwert“. Denn trotz aller historischen
Recherche steckt auch dort im Kern ein Thriller.
Mein
Lieblingsbuch ist „Tinte und Schwert“. Ich denke, jedem
Autor geht es so, dass er in sein aktuelles Werk verliebt ist. In „Tinte
und Schwert“ bringe ich alles zusammen, was mich begeistert:
Spannung, menschliche Abgründe, historische Recherche, Action,
moralische Fragen und meine Faszination für die Frühe Neuzeit.
Ich
habe beim Schreiben oft das Gefühl, dass genau dieses Projekt all
die Erfahrungen und Interessen meines bisherigen Lebens miteinander
verbindet.
* Und wie kommst du auf die Ideen für eine neue Geschichte?
Matthias Soeder
Ich
hatte schon immer eine sehr lebhafte Fantasie. Geschichten, Szenen
oder ganze Konflikte entstehen bei mir oft automatisch im Kopf.
Manchmal reicht ein Gespräch, ein historischer Bericht, ein Ort oder
einfach nur ein einzelner Gedanke – und plötzlich beginnt sich
daraus eine Geschichte zu entwickeln.
Bei
„Tinte und Schwert“ ging das erstaunlich schnell. Ich lag auf dem
Sofa, dachte über den Dreißigjährigen Krieg nach und fünf Minuten
später stand die Grundidee. Natürlich nicht die Details, aber die
zentrale Richtung, die Stimmung und der Kern der Geschichte waren
sofort da.
Die
eigentliche Arbeit beginnt allerdings erst danach. Es geht darum,
Figuren zu entwickeln, Konflikte aufzubauen, historische Hintergründe
zu prüfen und aus der ersten Idee eine Geschichte zu machen, die
über viele hundert Seiten trägt.
Oft
entstehen neue Ideen auch aus Fragen. Was passiert mit einem jungen
Menschen, wenn er in eine völlig zerstörte Welt gerät? Wie
verändert Krieg einen Charakter? Wann ist ein Mensch feige, wann
mutig? Auch moralische Fragen tauchten plötzlich auf: Darf man
töten, wenn das Gesetz schweigt, das Gewissen aber schreit? Darf man
morden, um Morde zu verhindern? Solche Fragen treiben mich beim
Schreiben an und entwickeln die Geschichte.
* Wenn die Schriftstellerei dein Erwerb ist, liest du auch privat? Und wenn ja, welche Bücher, welche Genres haben es dir angetan?
Matthias Soeder
Vorweg:
Die Schriftstellerei ist nicht mein Erwerb, sondern mein Hobby –
wenn auch inzwischen ein ziemlich intensives. Und ehrlich gesagt bin
ich froh, nicht finanziell davon abhängig zu sein. Das gibt mir die
Freiheit, genau die Geschichten zu schreiben, die ich wirklich
erzählen möchte, ohne ständig auf Trends oder Marktvorgaben
schielen zu müssen.
Wenn
ich Zeit dafür finde, lese ich sehr gerne. Allerdings hat das in den
letzten drei Jahren deutlich nachgelassen, weil mich mein eigenes
Projekt „Tinte und Schwert“ gedanklich sehr stark beschäftigt.
Oft stecke ich dann lieber selbst mitten in der Recherche oder im
Schreiben, statt abends noch zu einem Roman zu greifen. Eines meiner
vielen Fachbücher liegt immer auf dem Nachtisch.
Meine
Lieblingsgenres sind ganz klar Thriller und Histothriller. Ich mag
Geschichten mit Tempo, Spannung, Geheimnissen und großen Konflikten.
Autoren wie Ken Follett oder Dan Brown haben mich
dabei natürlich geprägt.
Besonders
faszinieren mich Bücher, die Spannung mit historischem Hintergrund
verbinden und den Leser gleichzeitig unterhalten und zum Nachdenken
bringen. Genau das versuche ich auch selbst mit „Tinte und Schwert“
zu erreichen.
* Auf deiner Homepage [https://www.matthias-soeder.de] kann man lesen, dass du deine erste Leidenschaft das Fliegen, hinter dir gelassen hast und jetzt deine zweite das Schreiben lebst. Was kommt als Nächstes, oder kannst du dir vorstellen, dass das Schreiben auch deine "letzte" Leidenschaft sein wird?
Matthias Soeder
Ehrlich
gesagt kann ich mir im Moment kaum vorstellen, was da noch kommen
soll.
Das
Fliegen war über Jahrzehnte meine große Leidenschaft. Fast dreißig
Jahre Cockpit prägen einen Menschen ziemlich stark. Und ich hätte
damals nie gedacht, dass irgendwann etwas anderes ähnlich viel Raum
in meinem Leben einnehmen könnte.
Dann
kam das Schreiben – und das hat mich komplett erwischt.
Im
Gegensatz zum Fliegen wird man beim Schreiben aber nie wirklich
fertig. Es gibt immer neue Ideen, neue Figuren, neue Geschichten und
neue historische Themen, in die man eintauchen kann. Deshalb kann ich
mir gut vorstellen, dass mich das Schreiben bis zum Ende begleiten
wird.
Wobei
… wenn ich auf meinen bisherigen Lebensweg zurückblicke, sollte
ich vielleicht vorsichtig mit solchen Aussagen sein. Sonst sitze ich
mit 75 plötzlich auf einem Segelboot und umreise die Welt oder
züchte Alpakas in Unterfranken. Ausschließen würde ich inzwischen
gar nichts mehr.
* Wie wichtig sind für dich Blogger und Bloggerinnen und wie verhält es sich mit Rezensionen?
Matthias Soeder
Die
Zusammenarbeit mit Blogger und Bloggerinnen sehe ich als eine Art
Symbiose. Autoren und Buchblogger ergänzen sich. Beide leben von
Geschichten und beide profitieren voneinander. Blogger entdecken neue
Bücher, begleiten Projekte oft über Jahre hinweg und schaffen Nähe
zwischen Autoren und Lesern. Gleichzeitig helfen sie uns Autoren
enorm dabei, Reichweite aufzubauen und überhaupt wahrgenommen zu
werden.
Was
ich besonders schätze: Blogger lesen oft viel genauer und
persönlicher als der durchschnittliche Leser. Da entstehen Gespräche
über Figuren, Entscheidungen oder historische Hintergründe, die
sehr spannend sein können.
Und
natürlich sind Rezensionen für uns Autoren immer wertvoll – nicht
nur wegen der Sichtbarkeit oder wegen Algorithmen im Onlinehandel,
sondern auch emotional. Schreiben ist etwas sehr Persönliches. Man
verbringt Monate oder Jahre mit einer Geschichte. Deshalb freut man
sich, wenn Leser sich die Zeit nehmen, ihre Gedanken dazu
aufzuschreiben.
Besonders
schön finde ich Rezensionen, bei denen man merkt, dass jemand
wirklich in die Geschichte eingetaucht ist. Selbst kritische
Rezensionen können interessant sein, solange sie fair und ehrlich
bleiben. Am Ende zeigt jede ernstgemeinte Rezension, dass sich jemand
intensiv mit dem Buch beschäftigt hat – und das bedeutet einem
Autor viel.
Zur Buchvorstellung hier entlang 👉
und zur Rezension klicke hier 👉
Vielen Dank lieber Matthias für die Einblicke in deine Arbeit und auch die damalige Zeit. Erst nachdem ich die Fragen an dich erarbeitet hatte, habe ich in deinen Podcast hineingehört und musste oft grinsen, weil ihr darin viele der Fragen erörtert, die ich mir selbst durch den Kopf gingen, und die ich dir dann hier gestellt habe. Aber natürlich geht es in den Folgen des Podcasts noch viel weiter, z. B. stellt ihr euch den Fragen nach dem Münzchaos, den Fragen nach unterschiedlichen Kalendern und unter anderem auch zu unterschiedlichen Maßen (Gewichten, Längen usw.).
Du hast das Buch gelesen? Du kannst nicht bis zur nächsten Folge warten,
du möchtest mehr über den Beginn des 17. Jahrhunderts wissen, als der
Kontinent in Flammen stand, dann ist vielleicht der Podcast "Hexen, Teufel und Kanonen" genau das richtige für dich. Hör rein und erfahre mehr über diese Zeit, die sicherlich eine der dunkelsten unseres Kontinents gewesen ist.
Und auch dieser Artikel über den 30jährigen Krieg könnte interessant sein.
Wer an weiteren Interviews interessiert ist, der klicke hier 👉
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