Dienstag, 19. Mai 2026

Online Interview mit dem Autor MATTHIAS SOEDER

 

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Hallo Matthias und vielen Dank für deine Bereitschaft für dieses Interview.

* Erzähl meinen Leserinnen und Lesern doch mal, wie dein Leben als Autor so aussieht und wie du zum Schreiben gekommen bist. Ansonsten weist dein Lebensweg ja zahlreiche Wendungen auf. Gibt es auf diesem Weg etwas, was du im Nachhinein anders machen würdest?

 

Matthias Soeder 

Mein Alltag als Autor sieht wahrscheinlich unspektakulärer aus, als viele denken – aber genau daraus entstehen die Geschichten. Nach dem Frühstück geht es meistens entweder direkt an den Laptop oder in die Fachbücher. Gerade für „Tinte und Schwert“ muss ich ständig recherchieren. Waffen, Kleidung, Märsche, Sprache, Alltag, politische Zusammenhänge – ich tauche immer wieder tief in die frühe Neuzeit ein, damit sich die Welt glaubwürdig anfühlt.

Dazwischen laufen natürlich auch die ganz normalen Dinge des Lebens. Lesungen organisieren, Messen besuchen, mit Lesern und Buchbloggern kommunizieren, Social Media, Planung und oft auch schlicht Papierkram.

Ein wichtiger Teil ist außerdem meine historische Gruppe. Dort bin ich regelmäßig als „Musketier“ unterwegs. Das hilft enorm, ein Gefühl für die Zeit zu bekommen.

Zwischendurch geht’s mit dem Hund raus – das ist oft der Moment, in dem neue Ideen entstehen oder sich Probleme in einer Szene plötzlich lösen.

Die Abende gehören meiner Frau. Aber ganz abschalten kann ich selten. Auf meinem Nachttisch liegt immer ein Schreibblock bereit, weil manche Ideen ausgerechnet nachts auftauchen. Wenn ich sie nicht sofort notiere, sind sie am Morgen meistens verschwunden.

Wie ich zum Schreiben gekommen bin: Vor etwas mehr als zehn Jahren hatte ich plötzlich den starken Wunsch, ein Buch zu schreiben. Es war fast wie eine Eingebung. Ich dachte damals, das wäre einfach. Die Grundidee war schnell da und ich fing sofort an zu schreiben. Doch nach sechzig Seiten kam die harte Erkenntnis: Ich hatte komplett die Kontrolle über die Geschichte verloren. Die Figuren liefen auseinander, der Spannungsbogen funktionierte nicht und ich blickte selbst kaum noch durch. Da wurde mir klar, dass Schreiben eben nicht nur Kreativität ist, sondern auch Handwerk.

Also absolvierte ich ein zweijähriges Fernstudium im Fach Belletristik. Dort lernte ich das eigentliche Rüstzeug: Spannungsaufbau, Figurenentwicklung, Perspektiven, Dialoge, Tempo, Beschleunigung und Verzögerung. Erst danach konnte ich wirklich loslegen.

Mein erster Roman war der Thriller „Herzschlag der Gewalt“. Darin wird ein Frachtpilot zum Geheimagenten. Die Idee entstand aus meinem eigenen Leben, denn ich war selbst viele Jahre als Frachtpilot unterwegs. Dadurch wurde die Geschichte sehr authentisch.

Und ja – mein Lebensweg hatte viele Wendungen. Ich war KFZ-Mechaniker, Zeitsoldat und Fahrlehrer bei der Bundeswehr. Später machte ich in der Abendschule den Abschluss zum Bürokaufmann, weil ich mich nach der Bundeswehr selbstständig machen wollte. Zum Glück hat das nicht geklappt. Nach der Armee wurde ich Verkehrspilot – und das war für mich der Jackpot. Fast dreißig Jahre lang saß ich im Cockpit.

Dann kam die nächste große Wendung: das Schreiben.

Rückblickend bereue ich keine dieser Stationen. Auch die Umwege nicht. Wahrscheinlich wären meine Bücher ohne sie deutlich ärmer geworden.

 

  

 * Das erste Buch, das ich von dir auf meinem Blog vorgestellt und es dann auch gelesen habe, war Tinte und Schwert "Verwandlung". Mit diesem Buch hast du dich ja um ersten Mal auf das Gebiet des Historischen Romans begeben. Hattest du schon länger die Idee dazu und wie kam es dazu?

 

Matthias Soeder  

Die Idee zu „Tinte und Schwert“ kam nicht plötzlich. Schon lange interessiere ich mich für die Frühe Neuzeit, besonders aber der Dreißigjährige Krieg und der Wahnsinn der Hexenverfolgungen. Mich fasziniert diese Zeit, weil vor 400 Jahren vieles extrem war: Hunger, Krieg, Angst, religiöser Fanatismus und Machtkämpfe. Und trotzdem mussten die Menschen ihren Alltag leben, lieben, hoffen und überleben.

Auch in meinen früheren Thrillern tauchte diese Faszination bereits auf. In meinem Zweiteiler „Herzschlag des Bösen“, der im Jahr 2014 spielt, glaubt der psychopathische Antagonist, sich an ein früheres Leben im 17. Jahrhundert zu erinnern. Rückblickend war das wahrscheinlich schon ein erster Schritt in Richtung historischer Roman.

Irgendwann entstand dann die Idee, meine beiden großen Leidenschaften zusammenzuführen: das Schreiben spannender Thriller und die Welt des Dreißigjährigen Krieges.

Genau daraus entstand schließlich „Tinte und Schwert“.

Mir war dabei wichtig, keinen „trockenen Geschichtsroman“ zu schreiben, sondern eine Geschichte mit Spannung, Tempo, moralischen Konflikten und Figuren, die für den Leser emotional erlebbar werden. In „Tinte und Schwert“ steckt zwar unglaublich viel historische Recherche – aber im Kern ist es immer noch ein Thriller. Nur eben vor der vielleicht dunkelsten Kulisse deutscher Geschichte.

 

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* Ich kann mir kaum vorstellen, wie umfangreich die Recherchearbeiten dazu ausgesehen haben. Kannst du uns ein wenig davon berichten? Sind einige der Protagonisten eigentlich reale Persönlichkeiten und wie bist du auf sie gestoßen?

 

Matthias Soeder 

Die Recherche für „Tinte und Schwert“ war tatsächlich enorm aufwendig. Bevor ich überhaupt richtig mit dem Schreiben begonnen habe, steckten bereits zwei Jahre intensive Vorbereitung darin. Ich habe Fachbücher gelesen, akademische und wissenschaftliche Arbeiten gewälzt und Gespräche mit Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen geführt.

Die wichtigste Recherchequelle ist für mich aber meine historische Gruppe, das Regiment Johann Wolf. Dort betreiben wir eine Art experimentelle Geschichtsforschung. Wir rekonstruieren Waffen, Ausrüstung und Kleidung nach historischen Vorlagen oder archäologischen Funden und arbeiten dabei auch mit Museen und Historikern zusammen.

Vor allem aber versuchen wir, das Leben dieser Zeit praktisch nachzuvollziehen. Wie fühlt sich eine schwere Muskete nach Stunden an? Wie riecht Schwarzpulver? Wie bewegt man sich mit dieser Ausrüstung? Wie fühlt sich ein Söldner in der Schlacht? Solche Dinge findet man oft in keinem Fachbuch.

Genau dort lerne ich Dinge, die meine Geschichte lebendig machen. Nicht nur theoretisch, sondern auch emotional. Ich möchte, dass der Leser die Zeit nicht wie ein Geschichtskapitel erlebt, sondern das Gefühl hat, mitten darin zu stehen.

Und ja – in „Tinte und Schwert“ spielen viele reale historische Persönlichkeiten mit. In Band 1 spielt Graf Ernst von Mansfeld eine zentrale Rolle, ab Band 2 tritt zusätzlich die wohl berühmteste Figur des Dreißigjährigen Krieges auf: Albrecht von Wallenstein.

Auf diese Persönlichkeiten bin ich ganz klassisch durch die Recherche gestoßen. Sie spielten genau in der Zeit, in der „Tinte und Schwert“ handelt. Sie waren an den historischen Ereignissen beteiligt, die ich im Roman aufgreife.

Daneben tauchen viele weitere historische Persönlichkeiten auf – manche mit größeren Rollen, andere nur am Rand oder in kurzen Erwähnungen.

Damit die Leser den Überblick behalten, findet sich am Ende der Bücher auch eine Übersicht über die historischen Persönlichkeiten, die in „Tinte und Schwert“ vorkommen.

 


  

* Und warum gerade die Zeit des 30jährigen Krieges? Das war ja wirklich eine grausame Zeit, eine Zeit in der wohl kaum jemand von uns gelebt haben möchte.

 

Matthias Soeder 

Genau deshalb interessiert mich diese Zeit so sehr. Der Dreißigjährige Krieg war vermutlich eine der schlimmsten Katastrophen der deutschen Geschichte. Hunger, Seuchen, religiöser Hass, Folter, Gewalt, zerstörte Dörfer, entwurzelte Menschen – viele Regionen wurden über Jahrzehnte hinweg regelrecht verwüstet.

Natürlich würde heute wohl niemand freiwillig in dieser Zeit leben wollen.

Aber gerade diese Extreme machen die Epoche literarisch so spannend. Wenn Menschen permanent mit Angst, Verlust und Gewalt konfrontiert sind, zeigen sie ihren wahren Charakter. Manche zerbrechen daran, andere wachsen über sich hinaus. Genau solche Konflikte interessieren mich beim Schreiben.

Zudem lebe ich in Unterfranken – auf historisch gesehen ziemlich blutigem Boden. Die Bistümer Würzburg und Bamberg gehörten vor etwa 400 Jahren zu den Epizentren der Hexenverfolgungen. Und wenn man darüber nachdenkt, sind 400 Jahre eigentlich gar keine so lange Zeit. Mit meinen 64 Jahren decke ich selbst schon rund 16 Prozent dieser Zeitspanne ab. Das macht Geschichte plötzlich deutlich greifbarer.

Hinzu kommt, dass der Dreißigjährige Krieg heute vielen zwar vom Namen her bekannt ist, aber emotional oft sehr weit weg wirkt. In der Schule wird er häufig auf Jahreszahlen, Schlachten und politische Bündnisse reduziert. Mich interessiert dagegen die Perspektive der normalen Menschen. Wie hat sich das angefühlt? Wie lebt man weiter, wenn jeden Tag alles zusammenbrechen kann?

Außerdem finde ich erschreckend, wie aktuell manche Themen geblieben sind: religiöser Fanatismus, Propaganda, Machtpolitik, Radikalisierung, Flucht und gesellschaftliche Spaltung. Man merkt beim Schreiben oft, dass sich die Menschen in 400 Jahren technologisch massiv verändert haben – emotional aber fast gar nicht.

Ich wollte keine romantisierte Rittergeschichte schreiben, sondern eine harte, unmittelbare und möglichst glaubwürdige Welt zeigen. Nicht um Gewalt zu feiern, sondern um spürbar zu machen, was Krieg mit Menschen macht.




 

* Im Oktober soll ja der zweite Teil herauskommen, und es soll sogar eine Triologie werden, also bist du im Augenblick wahrscheinlich im Schreibprozess. Bist du denn eigentlich noch in der Lage, im Hier und Jetzt zu leben (lach ...), oder träumst du vielleicht sogar schon vom 17. Jahrhundert?

 

Matthias Soeder 

Ich hoffe doch sehr, im Hier und Jetzt zu leben – meistens zumindest. Aber tatsächlich begleitet mich die Geschichte fast permanent im Kopf. Oft sitze ich gar nicht aktiv am Schreibtisch und denke trotzdem über Szenen, Dialoge oder historische Abläufe nach. Manchmal wache ich nachts auf, weil mir plötzlich eine Idee kommt oder weil ich merke, dass irgendwo in der Handlung etwas noch nicht funktioniert.

Wenn man so tief in eine Romanwelt eintaucht, verschwimmen die Grenzen tatsächlich gelegentlich ein wenig. Gerade beim Dreißigjährigen Krieg passiert es schnell, dass man anfängt, Orte oder Landschaften mit anderen Augen zu sehen. Ich stelle mir dann vor, was hier vor 400 Jahren passiert ist.

Und ja – das Schreiben einer solchen Reihe fordert auch Opfer. Viele Dinge, die ich eigentlich liebe, stelle ich momentan zurück. Sport zum Beispiel, Motorradfahren, Unternehmungen mit meiner Frau oder auch soziale Kontakte. Das alles leidet phasenweise darunter, weil ich sehr intensiv an der Geschichte arbeite.

So ein Projekt besteht eben nicht nur aus „ein bisschen Schreiben“. Man lebt über Jahre mit diesen Figuren und Konflikten. Gerade jetzt, mitten in der Arbeit an der Trilogie, nimmt „Tinte und Schwert“ einen großen Teil meines Lebens ein.

Aber genau das ist wahrscheinlich auch nötig. Ich glaube, man kann keine emotional funktionierende Geschichte schreiben, wenn man nicht selbst tief darin steckt.

 


 

 

* Aber mal weg von dieser Zeit. Welche Genres hatten es dir vorher angetan? Und gibt es für dich ein Lieblingsgenre, hast du ein Lieblingsbuch, das du geschrieben hast?

 

Matthias Soeder 

Vor „Tinte und Schwert“ war ich ganz klar im Thriller zuhause – und das fasziniert mich bis heute. Mich reizen vor allem Spannung, Gefahr, Aufregung, moralische Konflikte und Situationen, aus denen es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. Genau solche Momente liebe ich beim Schreiben.

Mein erster Thriller „Herzschlag der Gewalt“ enthält viele autobiographische Elemente. Die Hauptfigur ist ein Frachtpilot – ein Beruf, den ich selbst fast dreißig Jahre lang ausgeübt habe. Dadurch konnte ich viele Dinge sehr authentisch schildern: das Reisen rund um die Welt, die Atmosphäre im Cockpit, den Alltag eines Piloten, aber auch das Gefühl von Abenteuer und Freiheit.

Grundsätzlich mag ich Geschichten, in denen Figuren unter Druck geraten und Entscheidungen treffen müssen, die alles verändern können. Wahrscheinlich zieht es mich deshalb immer wieder zum Thriller hin – selbst bei „Tinte und Schwert“. Denn trotz aller historischen Recherche steckt auch dort im Kern ein Thriller.

Mein Lieblingsbuch ist „Tinte und Schwert“. Ich denke, jedem Autor geht es so, dass er in sein aktuelles Werk verliebt ist. In „Tinte und Schwert“ bringe ich alles zusammen, was mich begeistert: Spannung, menschliche Abgründe, historische Recherche, Action, moralische Fragen und meine Faszination für die Frühe Neuzeit.

Ich habe beim Schreiben oft das Gefühl, dass genau dieses Projekt all die Erfahrungen und Interessen meines bisherigen Lebens miteinander verbindet.

 


 

 

* Und wie kommst du auf die Ideen für eine neue Geschichte? 

 

Matthias Soeder

Ich hatte schon immer eine sehr lebhafte Fantasie. Geschichten, Szenen oder ganze Konflikte entstehen bei mir oft automatisch im Kopf. Manchmal reicht ein Gespräch, ein historischer Bericht, ein Ort oder einfach nur ein einzelner Gedanke – und plötzlich beginnt sich daraus eine Geschichte zu entwickeln.

Bei „Tinte und Schwert“ ging das erstaunlich schnell. Ich lag auf dem Sofa, dachte über den Dreißigjährigen Krieg nach und fünf Minuten später stand die Grundidee. Natürlich nicht die Details, aber die zentrale Richtung, die Stimmung und der Kern der Geschichte waren sofort da.

Die eigentliche Arbeit beginnt allerdings erst danach. Es geht darum, Figuren zu entwickeln, Konflikte aufzubauen, historische Hintergründe zu prüfen und aus der ersten Idee eine Geschichte zu machen, die über viele hundert Seiten trägt.

Oft entstehen neue Ideen auch aus Fragen. Was passiert mit einem jungen Menschen, wenn er in eine völlig zerstörte Welt gerät? Wie verändert Krieg einen Charakter? Wann ist ein Mensch feige, wann mutig? Auch moralische Fragen tauchten plötzlich auf: Darf man töten, wenn das Gesetz schweigt, das Gewissen aber schreit? Darf man morden, um Morde zu verhindern? Solche Fragen treiben mich beim Schreiben an und entwickeln die Geschichte.

 

 


 

* Wenn die Schriftstellerei dein Erwerb ist, liest du auch privat? Und wenn ja, welche Bücher, welche Genres haben es dir angetan?

 

Matthias Soeder 

Vorweg: Die Schriftstellerei ist nicht mein Erwerb, sondern mein Hobby – wenn auch inzwischen ein ziemlich intensives. Und ehrlich gesagt bin ich froh, nicht finanziell davon abhängig zu sein. Das gibt mir die Freiheit, genau die Geschichten zu schreiben, die ich wirklich erzählen möchte, ohne ständig auf Trends oder Marktvorgaben schielen zu müssen.

Wenn ich Zeit dafür finde, lese ich sehr gerne. Allerdings hat das in den letzten drei Jahren deutlich nachgelassen, weil mich mein eigenes Projekt „Tinte und Schwert“ gedanklich sehr stark beschäftigt. Oft stecke ich dann lieber selbst mitten in der Recherche oder im Schreiben, statt abends noch zu einem Roman zu greifen. Eines meiner vielen Fachbücher liegt immer auf dem Nachtisch.

Meine Lieblingsgenres sind ganz klar Thriller und Histothriller. Ich mag Geschichten mit Tempo, Spannung, Geheimnissen und großen Konflikten. Autoren wie Ken Follett oder Dan Brown haben mich dabei natürlich geprägt.

Besonders faszinieren mich Bücher, die Spannung mit historischem Hintergrund verbinden und den Leser gleichzeitig unterhalten und zum Nachdenken bringen. Genau das versuche ich auch selbst mit „Tinte und Schwert“ zu erreichen.

 

 


 

* Auf deiner Homepage [https://www.matthias-soeder.de] kann man lesen, dass du deine erste Leidenschaft das Fliegen, hinter dir gelassen hast und jetzt deine zweite das Schreiben lebst. Was kommt als Nächstes, oder kannst du dir vorstellen, dass das Schreiben auch deine "letzte" Leidenschaft sein wird? 

 

Matthias Soeder 

Ehrlich gesagt kann ich mir im Moment kaum vorstellen, was da noch kommen soll.

Das Fliegen war über Jahrzehnte meine große Leidenschaft. Fast dreißig Jahre Cockpit prägen einen Menschen ziemlich stark. Und ich hätte damals nie gedacht, dass irgendwann etwas anderes ähnlich viel Raum in meinem Leben einnehmen könnte.

Dann kam das Schreiben – und das hat mich komplett erwischt.

Im Gegensatz zum Fliegen wird man beim Schreiben aber nie wirklich fertig. Es gibt immer neue Ideen, neue Figuren, neue Geschichten und neue historische Themen, in die man eintauchen kann. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass mich das Schreiben bis zum Ende begleiten wird.

Wobei … wenn ich auf meinen bisherigen Lebensweg zurückblicke, sollte ich vielleicht vorsichtig mit solchen Aussagen sein. Sonst sitze ich mit 75 plötzlich auf einem Segelboot und umreise die Welt oder züchte Alpakas in Unterfranken. Ausschließen würde ich inzwischen gar nichts mehr.

 


 

* Wie wichtig sind für dich Blogger und Bloggerinnen und wie verhält es sich mit Rezensionen?

 

Matthias Soeder

Die Zusammenarbeit mit Blogger und Bloggerinnen sehe ich als eine Art Symbiose. Autoren und Buchblogger ergänzen sich. Beide leben von Geschichten und beide profitieren voneinander. Blogger entdecken neue Bücher, begleiten Projekte oft über Jahre hinweg und schaffen Nähe zwischen Autoren und Lesern. Gleichzeitig helfen sie uns Autoren enorm dabei, Reichweite aufzubauen und überhaupt wahrgenommen zu werden.

Was ich besonders schätze: Blogger lesen oft viel genauer und persönlicher als der durchschnittliche Leser. Da entstehen Gespräche über Figuren, Entscheidungen oder historische Hintergründe, die sehr spannend sein können.

Und natürlich sind Rezensionen für uns Autoren immer wertvoll – nicht nur wegen der Sichtbarkeit oder wegen Algorithmen im Onlinehandel, sondern auch emotional. Schreiben ist etwas sehr Persönliches. Man verbringt Monate oder Jahre mit einer Geschichte. Deshalb freut man sich, wenn Leser sich die Zeit nehmen, ihre Gedanken dazu aufzuschreiben.

Besonders schön finde ich Rezensionen, bei denen man merkt, dass jemand wirklich in die Geschichte eingetaucht ist. Selbst kritische Rezensionen können interessant sein, solange sie fair und ehrlich bleiben. Am Ende zeigt jede ernstgemeinte Rezension, dass sich jemand intensiv mit dem Buch beschäftigt hat – und das bedeutet einem Autor viel.



Zur Buchvorstellung hier entlang 👉

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Vielen Dank lieber Matthias für die Einblicke in deine Arbeit und auch die damalige Zeit. Erst nachdem ich die Fragen an dich erarbeitet hatte, habe ich in deinen Podcast hineingehört und musste oft grinsen, weil ihr darin viele der Fragen erörtert, die ich mir selbst durch den Kopf gingen, und die ich dir dann hier gestellt habe. Aber natürlich geht es in den Folgen des Podcasts noch viel weiter, z. B. stellt ihr euch den Fragen nach dem Münzchaos, den Fragen nach unterschiedlichen Kalendern und unter anderem auch zu unterschiedlichen Maßen (Gewichten, Längen usw.). 



 

Du hast das Buch gelesen? Du kannst nicht bis zur nächsten Folge warten, du möchtest mehr über den Beginn des 17. Jahrhunderts wissen, als der Kontinent in Flammen stand, dann ist vielleicht der Podcast "Hexen, Teufel und Kanonen" genau das richtige für dich. Hör rein und erfahre mehr über diese Zeit, die sicherlich eine der dunkelsten unseres Kontinents gewesen ist.

Und auch dieser Artikel über den 30jährigen Krieg könnte interessant sein.


Wer an weiteren Interviews interessiert ist, der klicke hier 👉


Band 2 der Triologie "Verzweiflung" erscheint im Oktober 2026 und ist schon jetzt vorbestellbar. Klicke auf das Cover und verpasse nichts.


  

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Dienstag, 5. Mai 2026

Online-Interview mit CHRISTIANE LANDGRAF über ihren Romatischen Fernweh-Thriller

 

Ein Rund-um-die-Welt-Thriller
 
Online Interview

Das Interview wurde im Juni 2020 auf meinem Blog als "Seite" eingestellt. Da ich inzwischen alles als "Post" einstelle, habe ich das Interview leicht verändert und um Rechtschreibfehler korrigiert hier noch einmal eingestellt.



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Michelangelosreiseblog: 

Hallo liebe Christiane Landgraf, ich freue mich, dass Du mir für ein Online-Interview für meinen Reiseblog zur Verfügung stehst.


Christiane Landgraf (C. L.)

Vielen Dank, dass meine romantischen Fernweh-Thriller und ich ein Plätzchen in deinen Reiseerinnerungen einnehmen dürfen.




Michelangelosreiseblog:

Möchtest Du Dich mir und meinen Leserinnen und Lesern zunächst vielleicht vorstellen und etwas über Dich erzählen? Wie bist Du z. B. zum Schreiben gekommen, was inspiriert Dich und wie kommst Du auf die Themen Deiner Bücher.



C. L.

Ich stürze mich mit offenen Armen ins Leben, ich liebe es zu lesen, zu lachen und zu tanzen, ich klettere, reise und fahre begeistert Achterbahn – für mich der schönste Adrenalin-Kick! Das beste Symbol auch dafür, dass nach jeder Talfahrt immer wieder Airtime und Aufwärtstrend anstehen. Was meine Schreibe unverwechselbar macht? Stell‘ dir vor, du hättest am hinteren Ende deines Pfannenwenders einfach unheimlich gerne noch eine Schöpfkelle, kannst so einen Artikel aber nicht kaufen. Verzichtest du? Warum nicht selbst erschaffen, was fehlt? Meine romantischen Fernweh-Thriller vereinen Aspekte, die so bisher noch nie zusammengeführt wurden und begeistern somit vor allem Frauen zwischen 20 und 60 Jahren. Die romantischen Fernweh-Thriller kombinieren Spannung mit Familiengeschichte, Romantik, ganz viel Fernweh/Reiseinspirationen aus meiner eigenen Erfahrung und einer Prise Humor. Aufhänger ist in der Regel ein brisantes und aktuelles, gesellschaftlich relevantes Thema, wie die Technologie der selbstfahrenden Autos in Social Rating (Erstauflage 2016 im Verlag 3.0) und Social Hideaway (Erstauflage 2017 im Verlag 3.0), oder die Herausforderungen der aktuellen Frauenrolle im ersten Band der Pilotentochter-Reihe – Ehebruch mit Todesfolge.




Michelangelosreiseblog:

Gerade in der jetzigen Zeit, Urlaube beginnen ja erst wieder in begrenztem Umfang möglich zu werden, zehren wir ja fast mehr an unseren Urlaubserinnerungen, als dass wir Vorfreude auf den nächsten Urlaub haben können. Oder aber wir tauchen ein, in die Welt eines Buches, in der die Ferne, in der andere Städte eine Rolle spielen. So wie in Deinem Buch „Pilotentocher, Ehebruch mit Todesfolge“.

Wie sagte mir eine andere Autorin vor wenigen Tage in einem Online-Interview zu diesem Thema: „so können sich Leser neue Inspirationen holen, denn leider sind wir ja alle nicht 365 Tage auf Reisen und in dieser Zeit, der Corona-Krise, schon gar nicht.“.

Wie siehst Du das?


C. L.
Ich denke, ich würde diese Frage lieber als Leserin und Reise-Fan, denn als Autorin beantworten. Es gibt meiner Ansicht nach NICHTS auf der Welt, auch kein Buch – und ich LIEBE Bücher – das das Reisen schlagen kann. Die Gerüche fremdländischer Gewürze. Die Geschmäcker landestypischer Speisen. Die Einheimischen, die dir oft im persönlichen Gespräch einen anderen Blickwinkel auf die Dinge, die dich gerade bewegen schenken. Die Lieder, die du noch Jahre später hören kannst, wenn du die Augen schließt. Die Bilder, die sich in deinem Gedächtnis festbrennen, wenn du zum Beispiel am Kraterrand eines der aktivsten Vulkane der Welt (Mount Yasur, Tanna, Vanuatu) stehen darfst, während jemand neben dir, in atemberaubendem Tempo und unter Tränen, sagt: „Holy crap, this ist not happening, this is not real, this is too beautiful, oh my god, this is too dangerous, I have to call my mum!“ … Reisen hält die Welt zusammen und sorgt für interkulturelle Kompetenz. Reisen ist Liebe.

Reisen ist Leidenschaft. Reisen ist Hingabe. Reisen ist eine Vielfalt an Abenteuern. Reisen ist Heilung, Auszeit und zugleich Input für die Seele. Reiseerinnerungen sind meine persönliche Variante der Meditation. Und jetzt kommen wir zu Büchern, die neben ihrer Handlung auch das Reisen in den Mittelpunkt stellen: Reiseerinnerungen kann man teilen. Man kann den inneren Frieden und die Inspiration teilen, die man aus Ihnen zieht. Und man kann Leser für künftige Reisen inspirieren. Oft inspirieren Bücher für Reisen an Ziele, auf die man anders niemals gekommen wäre. Vielfach ist es schön im Vorfeld einer Reise ein Buch zu lesen, das am bereits gebuchten Reiseziel spielt, das schürt die Vorfreude, verkürzt die Wartezeit und inspiriert für die Zeit vor Ort. Ich bin sicher in „Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“ findet jemand, der in Kürze nach Mauritius oder Brasilien reist einige Tipps für seine Unternehmungen. Manchmal ist es ein tolles Gefühl, vor Ort ein Buch zu lesen, das eben hier spielt, wo man sich gerade befindet, oder kürzlich befand. Ich stelle mir immer vor, wie ein Südseekreuzfahrer seine ureigene Tanna-Erfahrung macht und diese dann, am Seetag verarbeitet, während er auf der Sonnenliege liegt und Social Hideaway liest. Vermutlich sagt er sich dann: „Ja, genau so habe ich mich gestern auch gefühlt, bei den Einheimischen in ihrer Kleidung aus Pflanzenteilen und danach auf dem Vulkan. Und wenn man mal nicht reisen kann, wie man möchte, egal, ob wegen Corona, oder weil der eigene Geldbeutel, oder die vorhandenen Urlaubstage eines Angestellten doch oft unerfreulich limitierende Faktoren darstellen, dann kann man während der Lektüre von Büchern doch immerhin in Gedanken tausende verschiedene, farbenfrohe Orte besuchen.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog:
So geht es mir mit so vielen Orten. Meine Reiselust oder besser müsste ich sagen, Reisesucht, begann mit 14 durch einen dreiwöchigen Schüleraustauch mit Frankreich. Nachdem ich zurück war, sagte ich zu meinen Eltern "ich möchte jetzt jedes Jahr ein anderes Land sehen".

Es folgten in der Tat viele Länder, schöne und sehenswerte Orte, einmalige Erlebnisse wie die Bootsfahrt entlang des Stromboli, das tolle Santorini (u. a. schwimmen in durch Vulkantätigkeit aufgewärmtem Wasser), meine Isla Bonita (Korsika, denn dort durfte ich meine Frau kennenlernen) und vieles andere. Und seitdem wir das Kreuzfahren entdeckt haben, natürlich unglaublich viele weitere Orte und Landschaften, wie die isländischen Schönheiten und Norwegen mit den einmaligen Fjorden, dem Nordkap und den Lofoten. Städte wie Rom, Valencia, Barcelona, Athen, Stockholm, Lissabon, Sankt Petersburg, Städte im Baltikum und, und, und.
 Aber auch Kalabrien und die tollen Kanadischen Rocky Mountains nicht zu vergessen.

Du berichtest auch von Liedern, die Erinnerung bringen. Ja, so geht es mir z. B. mit  "Down Under" von Men at Work. Ich machte Urlaub auf Korfu. Und immer wenn wir mit unserer Gruppe junger Leute in eine bestimmte Bar kamen, legte der Wirt dieses Lied auf. Noch heute über 40 Jahre später, sehe ich uns in diese Bar gehen, wann und wo immer ich dieses Lied höre.

Mein Blog "Michelangelos Reiseerinnerungen" ist mir deshalb auch nicht nur für meine Leserinnen und Leser wichtig, sondern auch für mich selbst. Beim Schreiben und auch beim Lesen, sind das auch für mich, Michelangelos Reiserinnerungen.


Reaktion C. L. Ein öffentliches Tagebuch eben. Ja, es ist schön die Reiseemotionen teilen zu können. Das macht mir auch bei Lesungen besonders viel Freude.


Michelangelosreiseblog:

In welches Genre würdest Du selbst eigentlich Dein Buch Pilotentochter einordnen, Krimi, Thriller, Liebesroman, Reiseroman. Wo siehst Du dieses Buch?



C. L.

„Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“, ebenso wie seine beiden Vorgänger, bilden eine neue, eigenständige Genrenische im Bereich der Thriller. Meine Bücher sind romantische Fernweh-Thriller. Der aktuelle Hype sind seit einigen Jahren Regionalkrimis. Erst waren das Krimis, die, wie der Name vermuten lässt, in irgendeiner speziellen, sehr begrenzten Region Deutschlands spielten aus der der Autor auch stammt. Entsprechend überzeugen sie die regionale Leserschaft durch Detailwissen aus der Region und Dialekt. Mittlerweile verändert sich hier einiges. Ich beobachte seit einer Weile, dass es immer mehr Destinationskrimis gibt, wie etwa Jennifer Summers brandneuer Island Krimi „Verliebt in einen Mörder“. Nun ist es Zeit für etwas Neues. Es ist Zeit für rund-um-die-Welt-Krimis. Ich schreibe rund-um-die-Welt-Thriller seit 2016.




Michelangelosreiseblog:

Auf der Rückseite des Buches steht ja unter anderem, dass Du Deine Leserinnen und Leser mit der Pilotentochter mitnimmst auf eine Gradwanderung zwischen weiblichem Familiensinn, Karriere und Selbstverwirklichung. Was davon ist denn für Dich das Wichtigste?


C. L.

Viele Jahre war es die Karriere. Dann wurde es immer mehr die Selbstverwirklichung. Das begann, indem ich zu Schreiben begonnen habe (ein Kindheitstraum) und meine Karriere in die Reisebranche verlegt habe, aber auch selbst immer mehr und spektakulärer gereist bin. Brasilien und Vanuatu waren meine absoluten Highlights, wobei auch Thailand ungeheuer Spaß gemacht hat. Zudem habe ich eine Weile auf Mauritius gelebt und gearbeitet, weil eine solche, wahrhafte Auslands-erfahrung schon immer mein Traum war. Am 29.12.2018 bin ich Violas Mutter geworden. Jetzt dreht sich die Welt von meinem Mann und mir natürlich in allererster Linie um dieses kleine, wundervolle Mädchen. Ich würde nicht sagen, dass eines wichtiger als das andere ist. Es ist für jeden anders und alles hat seine Zeit im Leben. Bei den einen früher, bei den anderen später und manches spielt für einige niemals eine Rolle, anderes für manche immer die Hauptrolle. Da gibt es kein richtig und falsch. Wichtig ist nur, dass das direkte Umfeld (Partner, Kinder und engste Freunde) wissen, woran sie sind und auch damit glücklich werden können. Am allerwichtigsten ist aber, dass man sich selbst glücklich macht. Denn eine glückliche und entspannte Mutti hat es viel leichter, eine gute Mutter zu sein als jemand, der sich für die Mutterrolle aufgibt. Die Herausforderung ist einfach, dass man nicht zu viel auf gar nicht so wichtige Dritte (Nachbarn, entfernte Verwandte, Arbeitskollegen, Fernsehwerbung, Stars …) hört. Sonst läuft man Gefahr in einen Strudel zu geraten, in dem man in allen Bereichen gleichzeitig überhöhte Erwartungen an sich selbst stellt. Schlimmer noch, dass man diese immer weiter steigert und immer mehr leistet und zugleich trotzdem immer weniger stolz auf sich selbst ist, sondern stattdessen immer noch mehr Makel entdeckt. Wir sind alle nicht gleichzeitig, ohne Hilfe von Dritten, die perfekte Mutter, Karrierfrau, leidenschaftliche Geliebte des Ehemanns und zugleich Superhausfrau und perfekt durchtrainiert.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog:
Das ist dann so, wie in der Geschichte mit dem Vater, dem Sohn und dem Esel ;-)


Reaktion C. L.
Ui, die kenne ich gar nicht, die muss ich mal googeln …



Michelangelosreiseblog:

Außerdem liest man dort noch, dass Du für Deine romantischen Fernweh-Thriller bekannt bist. Welche Bücher von Dir fallen denn noch unter diese Überschrift „Romantische Fernweh-Thriller?


C. L.

Alle drei meiner Bücher sind romantische Fernweh-Thriller. Auch wenn es im Zweiteiler „Social Rating“ mit „Social Hideaway“ in erster Linie um die 
 



moralischen Herausforderungen der Programmierung selbstfahrender Autos geht, ist die daraus resultierende, atemberaubende Flucht der Familie Rodgers auch ein Rund-um-die-Welt-Krimi.   



Michelangelosreiseblog:

Apropos Romantik, oft meint man ja, dass dies ein Thema ist, das Frauen mehr anzieht als den männlichen Teil der Bevölkerung. Sind denn Frauen auch vermehrt die Konsumenten Deiner Bücher?



C. L.
Ja, also die begeisterten Leser sind tatsächlich überwiegend Frauen. Das habe ich gerade bei „Social Rating“ und „Social Hideaway“ gemerkt. Das haben aufgrund der Thematik viele Männer gekauft, die mir dann hinterher sagten, eine Spur weniger Romantik erwartet zu haben. Frauen waren zögerlich beim Kauf. Aber das Feedback, von denen, die gekauft haben, war überwältigend schön. Sie sagten alle durch die Bank weg, dass Ihnen die Bücher viel besser gefallen haben, als sie vorab gedacht hätten. Bei „Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“ ist es ja nun auch vom Thema her so, dass sich vielfach eher Frauen angesprochen fühlen, auch auf den ersten Blick. Bei allen drei Büchern gibt es aber natürlich auch zahlreiche begeisterte männliche Leser.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog: 
Dann bin ich also zum Glück nicht der einzige männliche Romantiker (lol)


Reaktion C. L.
Nein, ganz sicher nicht und Romantiker sind eh die besten Männer. Romantiker, reisebegeistert und ein guter Vater, das ist schon einmal die halbe Miete für eine lange und sehr glückliche Ehe, zumindest bei mir und meinem Mann.


Michelangelosreiseblog:

Dein Buch spielt ja an vielen Orten die, wenn man sie hört, an Urlaub denken lässt. Welche Rolle spielt in Deinem Leben denn der Urlaub und wohin zieht es dich am liebsten, wenn Du in Urlaub fährst. Und welche Art von Urlaub bevorzugst Du?


C. L.
Urlaub ist mir und meinem Mann sehr wichtig. Wir wollen unbedingt noch einmal nach Mauritius und Vanuatu zurückkehren. Aber vor allem haben wir noch viel noch nicht Gesehenes auf der Liste, wie etwa Utah, Santorini, die Bahamas, Hawaii, oder eine Reise, bei der man die Polarlichter sehen kann. Wir reisen am liebsten so, dass wir ganz nah dran sind an Land und Leuten, also oft sehr bodenständig und in aller Regel doch recht individuell. Aber ich kann nicht sagen, dass nicht auch unsere Karibikkreuzfahrten wundervoll gewesen wären. Während der zweiten haben wir ja sogar geheiratet. Wir wollten unbedingt, dass unser besonderer Tag an einem Strand stattfindet. So sehr lieben wir die Sonne, den Strand und das Meer. Auf Mauritius habe ich als Wedding Coordinator dann für andere Leute diese Art Hochzeitsträume realisiert. Mit der Kleinen waren bisher Ferienwohnungen ideal und in Zeiten von Corona und Maskenpflicht in Hotels und Restaurants, wird das wohl auch in diesem Jahr wieder die beste Option sein. Aber alles im Leben hat seine Zeit. Meine ersten Reisen waren Cluburlaube auf Mallorca, Djerba und in Ägypten und auch die waren mit Anfang 20 sehr schön und wenn unsere Kleine dann mal im Kindergartenalter ist und heiß auf den Kids Club, werden sie es wohl für eine Weile wieder sein.




Michelangelosreiseblog:

Das Buch ist ja das erste von Dir, welches im Wellengeflüster Verlag erschienen ist. Was verbindet Dich denn mit diesem Verlag, der ja noch nicht so lange existiert?



C. L.



Mit der Verlagsleitung verbindet mich eine langjährige Freundschaft.

https://wellengefluester-verlag.de/



Michelangelosreiseblog:

Obwohl das Buch ja eigentlich so endet, dass es in sich abgeschlossen ist, können die Leserinnen und Leser, denen es gefallen hat, aus den Worten des Nachwortes die Hoffnung schließen, dass es eine Art Fortsetzung geben wird?


C. L.

Ja, es ist als Buchreihe geplant. Janas Geschichte wird sich für ihre Fans fortsetzen. Sie wird erwachsen werden und an verschiedenen Orten im Ausland leben und immer wieder ungewollt, mal durch den Beruf und mal durch den Freundeskreis in Ermittlungen reingezogen werden. Ich habe in etwa 20 konkrete Ideen. Aber aktuell fehlt etwas die Zeit und Ruhe zum Schreiben, denn meine Eineinhalbjährige möchte sich noch nicht allein beschäftigen, sondern mit Mama auf den Spielplatz. Auch müssen wir nun natürlich erst einmal sehen, wie gut Band 1 angenommen wird und ob die Nachfrage nach einer Fortsetzung denn gegeben ist. Letztlich entscheiden das die Leserinnen und Leser.






Michelangelosreiseblog:


Vielen Dank, liebe Christiane Landgraf für diese schöne und tolle Interview, das hat Spaß gemacht. Ich binde jetzt noch Deine Internetdaten ein und wünsche Dir für Deine Zukunft alles Gute, viele weitere literarische Erfolge und dass Du weiter viele Inspirationen für weitere Bücher hast. Und besonders für die jetzige Zeit, dass Du gesund bleibst.


C. L.

Lieber Michael, auch ich danke dir für deine tollen Fragen mit viel Tiefgang. Auch mir hat das Interview viel Spaß gemacht. Ich vermisse in der Zeit der aktuellen Corona Beschränkungen am meisten den persönlichen Dialog mit Lesern auf Lesungen und Buchmessen. Gerade auf Lesungen ist das Ende mit den Fragen der Gäste immer der beste Teil für mich. Es ist so spannend, auch bei der 20. Lesung für ein Buch hat irgendjemand eine Frage, die so noch nie da war. Das fehlt mir wirklich sehr. Heute Nacht, als meine Kleine schlief und ich deine Fragen beantwortet habe, habe ich mich seit langem mal wieder ein klein wenig wie am Ende einer Lesung gefühlt. Eben wie eine richtige Autorin, nicht nur wie ein Gemisch aus Mami und Schreibtischtäter, der nur Content verteilt, aber wenig Dialog erlebt. Das war einfach großartig. 

Herzlichen Dank. 

Auch ich wünsche dir gerade jetzt aber auch zukünftig immer eine gute Gesundheit und weiterhin viel Erfolg für deinen fantastischen Reiseblog.





Anmerkung von Michelangelosreiseblog: 
Vielen Dank für Deine Wünsche. Ich freue mich, wenn mein Blog Erfolg hat. Aber was heißt das schon? Mein Blog ist ein nichtkommerzieller Blog, aber natürlich freut es mich, wenn ich viele Lesungen und Klicks habe. Auch dass er schon in über 100 Ländern gesehen wurde freut mich sehr. 

Aber am Wichtigsten ist mir, mit meinen Reiseerinnerungen, anderen Freude zu bereiten und Tipps zu geben. Und wie gesagt, in mir selbst Erinnerungen wach zu rufen.

Wenn Du mal im Köln/Bonner Raum unterwegs bist, würde ich mich freuen dich real zu treffen.


  
Reaktion C. L.
Alles, was mit Liebe und Leidenschaft gemacht ist und einen glücklich macht ist per se schon ein großer Erfolg, finde ich. Unabhängig von Click-Zahlen ect. Natürlich, noch besser, wenn die auch stimmen, aber Glück ist immer noch die beste Währung.




Hier noch einige Links, die zur Autorin führen (zur Verfügung gestellt von der Autorin)
 

Autoren-Website
 
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Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge kaufen: überall, wo es Bücher gibt oder direkt signiert, versandkostenfrei und auf Rechnung, via E-Mail bei der Autorin


Euch hat das Interview gefallen und ihr seit an weiteren Interviews interessiert, dann klickt einfach auf den Link zu den Online-Interviews.
 





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Montag, 4. Mai 2026

Online-Interview mit BRINA STEIN über ihr Leben als Autorin

 


Online Interview 
mit 
Brina Stein

Das Interview wurde im September 2020 auf meinem Blog als "Seite" eingestellt. Da ich inzwischen alles als "Post" einstelle, habe ich das Interview leicht verändert und um Rechtschreibfehler korrigiert hier noch einmal eingestellt.



Michelangelosreiseerinnerungen  

Liebe Brina Stein, erst einmal vielen Dank, dass Du Dich meiner Idee eines Online-Interviews nicht verschlossen hast, was mich sehr freut. Nun aber zu Dir: Brina Stein ist ja nicht Dein richtiger Name, wie bist Du gerade darauf gekommen?

 


 

Als ich 2012 vor meiner ersten Buchveröffentlichung stand, habe ich überlegt nicht unter meinem bürgerlichen Namen zu veröffentlichen. Ich mag meinen Vornamen Sabrina, aber meinen Nachnamen muss ich fast täglich buchstabieren: R-E-U-L-E-C-K-E! Da war klar, ein Künstlername muss her. Ich dachte an meine großen Autorenvorbilder: Hera Lind, Dora Heldt und wusste, kurz und knackig muss er klingen. Aus Sabrina wurde schnell Brina und dann hatte ich keine Idee. Ein Freund von mir meinte damals, ich könnte doch „Stein“ nehmen, als kleine Hommage an mnehmen, als kleine Hommage an meine hessische Heimatstadt Eppstein, in die ich vor 15 Jahren der Liebe wegen zog. Das hat mir gefallen.      


Michelangelosreiseerinnerungen 

Du bist in Berlin geboren, aber in Lübeck aufgewachsen, also quasi am Meer. Heute lebst Du im Taunus. Ist das für Dich nicht viel zu weit weg vom Meer?

 

Ja, manchmal schon. Aber, damals habe ich mich für die Liebe entschieden. Mein Mann und ich fahren so oft wie es geht in meinen Heimathafen Travemünde und, wenn mich die Sehnsucht nach Wasser packt, dann fahren wir in den Rheingau.






 


 

Michelangelosreiseerinnerungen 

Hast Du immer schon gerne geschrieben und was hat Dich veranlasst quasi zur Kreuzfahrtautorin zu werden, als die Du ja in den Klappentexten Deiner Bücher vorgestellt wirst, bzw. warum spielen viele Deiner Bücher immer am Meer? 


Das Wasser ist mein Element und vermutlich auch ein Stück Heimat. Geschrieben habe ich schon in jungen Jahren, auch für die Schülerzeitung. Zur Kreuzfahrtautorin kam ich irgendwie automatisch durch meine Reiseberichte, die erst in Internetforen, heute in den großen Kreuzfahrtzeitungen erscheinen. 
 
Inzwischen fahre ich seit 16 Jahren auf den Meeren dieser Welt herum und habe alle Reisen zusammen gerechnet knapp zwei Jahre an Bord verbracht. Ich könnte mir kaum vorstellen ein Buch also nicht am Meer spielen zu lassen.





Michelangelosreiseerinnerungen  

Gibt es denn einen roten Faden, der sich durch die Bücher zieht?
 

Ja, einige meiner Charaktere, die meinem Erstlingswerk „Wellengeflüster I Neunzehn Seegänge mit Brina Stein“ entsprungen sind, ziehen sich durch einige Bücher der Wellengeflüster-Buchreihe. 

Dazu gehören die fröhlichen Landfrauen Rita, Ute und Rosi, aber auch mein reisefreudiges Pärchen Jessica und Tim, die sehr dicht an meinem Mann und mir dran sind.





Michelangelosreiseerinnerungen  

Ich nehme mal an, dass Du nicht nur Deine Leser und Leserinnen an andere Orte mitnimmst, sondern auch selbst gerne reist. Ist das so? 

 

Natürlich! Das war schon immer so. Am liebsten bin ich auf Kreuzfahrt, an der Ostsee oder auf Sylt. Ich mag aber auch gern Städtereisen. In Kürze starte ich zu einer einwöchigen Flusskreuzfahrt auf dem Douro in Portugal und bin schon sehr gespannt.





 


Michelangelosreiseerinnerungen  

Gibt es denn einen Lieblingsort wo Du immer wieder gerne hinreist? 

Klar, Travemünde, denn das bedeutet auch nach Hause kommen, Familie und Freunde treffen und die geliebte Ostsee riechen.





Michelangelosreiseerinnerungen  

Und was war Deine längste Reise? Willst Du uns nicht ein wenig darüber erzählen?


Das war tatsächlich die Kreuzfahrt um die Welt mit der Costa Deliziosa, die ich vom 06. Januar bis 01. Mai 2015 unternahm. In 115 Tagen umrundete ich Südamerika, entdeckte die Südsee, verliebte mich in Neuseeland, bereiste Australien und sah das zauberhafte Südafrika. Manchmal denke ich es war die „time of my life“, aber auch nach einer so großen Reise, habe ich noch viele Träume und Wünsche, was ich gern entdecken möchte.





 

Michelangelosreiseerinnerungen  

Worauf dürfen wir uns denn als nächstes freuen? 

 

Tatsächlich haben meine Arbeiten zu Buch Nummer 9 schon begonnen. Es wird aber nicht Teil der Wellengeflüster-Buchreihe sein, sondern ich begebe mich auf Neuland. Allerdings mit bekannten Protagonisten. Auch das Wiedersehen der Weltreisenden ist in Arbeit, als die Fortsetzung von „115 Tage an Tisch 10 – Wellengeflüster auf Weltreise“. Denn wie eine so große und lange Reise das eigene Leben verändert, habe ich selbst erfahren.

(Anmerkung der Blogerstellers: inzwischen sind weitere Bücher von Brina Stein erschienen, Infos in meinem Blog und auf der Homepage der Autorin)







Michelangelosreiseerinnerungen  

Vielen Dank, liebe Brina Stein. Ich wünsche Dir weiterhin ein gutes Händchen für Deine Bücher und natürlich auch für Deine Reisen. Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn wir uns einmal auf einer Lesung hier in meiner Heimat sehen würden?

 

Anmerkung: das Interview erschien zuerst in meinem Reiseblog Michaelangelos Reiseerinnerungen  https://michelangelosreiseerinnerungen.blogspot.com/


Mehr von Brina Stein und ihre Bücher gibt es u. a. in meinem Post über Brina Steins Weltreise auf meinem Reiseblog
Brina Stein auf Weltreise

 

 

 

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