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23 Januar 2021

Hildegard Grünthaler - Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika

On the Road  Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika

von Hildegard Grünthaler


Klappentext

Im Wohnmobil über schier endlose, einsame Highways durch atemberaubende Landschaften fahren. In der Prärie oder an kleinen Seen campen. Vom Osten Kanadas bis nach Alaska, von Washington State bis in die mexikanische Baja California ziehen, Texas und Südstaaten kennenlernen. - Von einer solchen Reise träumen viele. Die Autorin und ihr Mann haben diesen Traum wahr gemacht und sind gemeinsam mit ihrem Hund ein Jahr und rund 41.000 km weit kreuz und quer durch Nordamerika gereist. Was sie auf dieser aufregenden Reise erlebt haben, und welche Ereignisse besonders unvergesslich waren und wie das Reisen mit dem Hund geklappt hat, erzählt Hildegard Grünthaler nun in ihrem neuen Buch.

 

Alles für unterwegs / Brauchbares für Camping und Wohnmobil


Über das Buch

Der drangvollen Enge und dem Stress des europäischen Verkehrs entfliehen und stattdessen im Wohnmobil über schier endlose, einsame Highways durch atemberaubende Landschaften fahren. In der Stille der Prärie oder an kleinen Seen campen. Vom Osten Kanadas bis nach Alaska, von Washington State bis in die mexikanische Baja California ziehen, Texas und die Südstaaten kennenlernen. Den faszinierenden Kontrast der Landschaften, den Mix aus amerikanischer Kultur und Geschichte erleben. Von einer solchen Reise träumen viele. Die Autorin und ihr Mann haben diesen Traum wahr gemacht und sind gemeinsam mit ihrem Hund ein Jahr und rund 41.000 km weit kreuz und quer durch Nordamerika gereist. Was sie auf dieser aufregenden Reise erlebt haben, welche Ereignisse besonders unvergesslich waren und wie das Reisen mit dem Hund geklappt hat, erzählt Hildegard Grünthaler nun in ihrem neuen Buch. Wer nach der Lektüre direkt selbst aufbrechen möchte, findet als kleines Extra am Schluss des Buches außerdem praktische planungs- und reiserelevante Informationen, z. B. zur Verschiffung des Wohnmobils, zu Visa, Versicherungen und zum Reisen mit Hund.


 

 

 

Wüstencamping am Senator Wash Lake, Südkalifornien. (Ein Reservoir des Colorado)    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Buchtrailer:  

Viele Reisefotos und Informationen finden Sie hier:  

 



Dich interessieren Reisen, egal wohin? Dann schau doch mal in meinen Reiseblog und klicke dich dorthin, wo du gerne hinreisen würdest!

 

 

Am Lone Rock Campground, Lake Powell, Utah       



 

 

 

Am ungeteerten, einsamen Top Of The World Highway kurz nach der Grenze von den Yukon Territories nach Alaska

 

 

Schnipsel: Durch die Cascades

Blick auf den Crater Lake
High Desert, trockene Halbwüste, Stille - faszinierend fürs Auge, faszinierend für alle Sinne. Highways durch Einsamkeit und schroffe Wildnis mit dem Prädikat: Der Weg ist das Ziel! Hier sollte man sich Zeit nehmen, irgendwo im National Forest campen, das John Day Fossil Monument genauer erkunden. Aber wir haben ein Ziel, und das wollen wir erreichen, bevor uns der Schnee einen Strich durch die Rechnung macht. Der Crater Lake, hoch im Kaskadengebirge gelegen, steht schon seit unseren ersten PKW-Reisen durch die USA auf unserer Wunschliste. 

 

Aber damals waren unsere Urlaubswochen zu kurz, um so weit nach Norden zu kommen – und auf unserer ersten großen Wohnmobilreise hätten wir Mitte Mai, nach einem extremen El Nino Winter, noch Schneeketten gebraucht, um dort hinaufzukommen. Jetzt haben wir bereits die zweite Septemberhälfte, und kaum, dass wir das heiße, in Oregons Low Desert gelegene, Pendleton verlassen haben, wird es zunehmend kälter. Also ignorieren wir die Überreste vulkanischer Aktivität, die es links und rechts des Highways zu besichtigen gäbe und düsen und klettern mit unserem Small Motorhome II zielstrebig hinauf in die Cascades.

Wenn wir unsere Reisen vor unserem geistige Auge Revue passieren lassen, so gibt es einige Orte, bei deren erstem Anblick es uns schier die Sprache verschlug, oder man einfach nur noch »Wahnsinnsagen konnte. An erster Stelle steht dort auf jeden Fall der Grand Canyon, die Victoria Fälle in Zimbabwe gehören unbedingt dazu - und beim ersten Blick von der Rim Road nach unten auf den tintenblauen See nehmen wir auch den Crater Lake in diese persönliche Sprachlosigkeits-Skala mit auf.

 

Wohmobil-Touren

 

Schnipsel: Playa el Tecolote, Baja California, Mexiko

Camping am Playa El Tecolote, Baja California Sur, Mexiko

Neben den Touristenhunden gibt es am Playa Tecolote natürlich auch die Strandhunde, kleine Schnorrer, die sich mit Charme und einem unwiderstehlichen Hundeblick in die Herzen der sonnenhungrigen Gringos einschleichen. Auf einem Spaziergang beobachtet Peter, wie eine Kanadierin einem dieser Schnorrer einen Napf voll Trockenfutter hinstellt. Aber anstatt sich hungrig auf die Leckerei zu stürzen, düst der Hund ab und kommt kurz darauf mit seinem Kumpel wieder, um sich mit ihm gemeinsam über das Futter herzumachen. Kurz darauf ziehen die Kanadier weiter, überlassen uns das restliche Futter und die beiden Kostgänger.

 

Zufahrt zum Playa el Requesón, Baja California, Mexiko
Es bleibt nicht bei drei Hunden vor unserem Wohnmobil. Ein paar Tage später kreuzen Freunde samt ihrer Australian-Kelpie-Hündin Mädi auf. Wir hatten die beiden ein paar Jahre zuvor in Spanien kennengelernt, haben einige Zeit zusammen am Lone Rock und am Senator-Wash-Lake verbracht und nun bilden wir zusammen mit deren Bocklet-MAN und unserem Italiener eine Wagenburg. Die Streuner taufen wir Bubi und Bärli. 

 

 

Gemeinsam erstehen wir im Supermarkt für die Strandstreuner einen riesigen Sack preiswertes Hundefutter, woraufhin unsere verwöhnten Hätschelköter von Stund an ihr Luxusfutter verweigern. Zusammen mit Bubi und Bärli lassen sie sich lieber das mexikanische Billigfutter schmecken! Die Streuner übernehmen daraufhin die nächtliche Wache vor unserer Wagenburg. Als eines Nachts eine Diebesbande den Strand unsicher macht und Grills, Liegestühle und andere Campingutensilien klaut, bleiben wir verschont.

 

Schnipsel: Yukon Territorium, Kanada

Wildes Camping an der Forestry Trunck Road, Alberta, Kanada

Die Abenteurer auf dem Weg zu den Goldfeldern des Klondike hätten Waschbrettrillen und aufgebrochenen Asphalt vermutlich liebend gerne in Kauf genommen. Aber 1896 gab es im hohen Norden so gut wie keine Straßen. Die Menschen wohnten entlang der Flüsse. Der Yukon war die Wasserstraße in den Norden. Hatten die Goldsucher den Miles Canyon bei Whitehorse unbeschadet überstanden, wartete flussabwärts eine weitere gefährliche Passage auf die zukünftigen Prospektoren: die Five-Finger-Rapids

 

Zerklüftete, mit Bäumchen bewachsene Felsen teilen den Yukon auf wie die Finger einer Hand. Unberechenbare Stromschnellen machen vier der fünf Finger unpassierbar. Sie wurden vielen zum Verhängnis. Wer dort in den »falschen Finger« hineingeriet und kenterte, verlor im günstigsten Fall seine überlebenswichtige Ausrüstung, meist jedoch im eisigen Wasser das Leben.

Wir verwöhnten Touristen, die wir im komfortablen Wohnmobil unterwegs sind, stehen oben auf der Aussichtsplattform, fotografieren was das Zeug hält, und meckern, weil die Sonne nicht scheint. Die gäbe den Fotos von den rotbraunen Felsen, dem türkisen Fluss und dem dunkelgrünen Wald den letzten Touch. Macht sich doch blauer Himmel auf Fotos wesentlich besser als trübes Grau! Dabei müsste man innehalten und sich vorstellen, welche Strapazen und Risiken die Menschen damals auf sich genommen haben. Ganz sicher war auch Abenteuerlust dabei, aber meistens waren es pure Not und Perspektivlosigkeit, die Farmer, Angestellte, Arbeiter und brave Familienväter dazu trieb, ihr Glück im hohen Norden zu versuchen. Vermutlich wussten die wenigsten, was sie auf dem Weg zu den Goldfeldern erwartete.

 

Schnipsel: Durch die Südstaaten 

Wie kann man dieses Schild übersehen?
Ein See! Oder ist es nur ein Ausläufer des Sabine Rivers? Egal - unsere Eyleen hat ihn sofort entdeckt, und natürlich hat sie sich auch gemerkt, dass Peter ihren Ball eingesteckt hat. Ungeduldig fordert sie ihn auf, ihr Spielzeug endlich ins Wasser zu werfen, damit sie hinterherhechten kann. Mir gefällt das Gewässer ja nicht so gut. Das Ufer ist sumpfig, mit Schlingpflanzen bewachsen. »Hör mal, wir sind in Louisiana. Vielleicht gibt es hier Alligatoren!«, warne ich Peter. »Was du immer denkst! Dann stünde doch hier ein großes Warnschild!« 

 

Peter ist wie immer der Meinung, dass ich ein Angsthase bin, und wirft den Ball mit Schwung ins Wasser. Nach einem kurzen Zögern springt Eyleen hinterher und schwimmt los. Das Schild entdecke ich erst, als sie ihre Beute ans Ufer zurückgebracht und sich abgeschüttelt hat: Schwarz auf gelbem Grund zeigt es einen Alligator und darunter steht, ebenfalls schwarz auf gelb: »NO SWIMMING!« Es ist mir ein Rätsel, warum wir diese Warnung nicht vorher gesehen haben! Jetzt muss der Hund an die Leine.

 

 

 

Brücke über den Chilkat River bei Haines, Alaska

  

Schnipsel: Alaska

Übernachtung am Worthington Gletscher, Alaska
Wir stehen Punkt sechs Uhr auf der Matte, bzw. der Plattform. Die Ranger vom Forest Service kommen aufgeregt angestürmt – sie haben Mama Grizzly bereits auf der Straße gesichtet. Und wirklich - pünktlich wie die Maurer kommt die Mama anmarschiert – im Schlepptau ihre drei halbstarken 18 Monate alten Jungen! Leider, leider ist es noch nicht hell genug zum Fotografieren, denn Familie Grizzly zieht eine Show ab, die wir in dieser Form noch nicht einmal in Dokumentarfilmen gesehen haben. 

 

 

Junger Schwarzbär mit Beute
Die Bären schmatzen und schnaufen, futtern Fisch und traben durchs Wasser, dass die Lachse nur so davonstieben. Als die Jungen den ersten Hunger gestillt haben, beginnen sie zu balgen und zu raufen, dass es nur so eine Freude ist. Langsam wird es heller, für ein normales Foto würde die Belichtung schon reichen - aber raufende Bärenkinder und lange Belichtungszeiten passen leider nicht zusammen. Jetzt hätten wir uns auch so ein lichtstarkes Kanonenrohr gewünscht, aber von den Profis ist seltsamerweise noch niemand zu sehen. 

 

Eineinhalb Stunden lang verfolgen wir gebannt die Balgerei der Jungen, halten den Atem an, als sich die ca. 200 kg schwere Grizzlymutter in voller Größe aufrichtet und ihre mächtige Pranke auf die Plattform legt. Aber bevor sich die Familie wieder in den Wald verdrückt, gelingen uns doch noch ein paar Fotos.

 

 


 

 

 

Covered Bridge im Fundy Nationalpark, New Brunswick, Kanada

 

 

Schnipsel: Amerikanische Wegbeschreibung

WalMart-Camping während des Pendleton Rodeos, Oregon
»Den Wal-Mart suchen Sie?« Die etwas beleibte Dame, die Donuts futternd auf einer Picknickbank sitzt, lässt ihre gezuckerte Kalorienbombe sinken, überlegt kurz und erklärt dann: »Fahren Sie geradeaus, vorbei an McDonald's, bei Pizza Hut rechts halten, bei Burger King geht es durch eine Unterführung, beim Pizza Place rechts abbiegen und dann sehen Sie schon das Wal-Mart-Schild!«

 

 

Donnerwetter, das war eine präzise und überaus kalorienreiche Wegbeschreibung! Wobei wir ja ehrlich gesagt immer wieder staunen, wie gut Amerikaner so etwas können. Die zeichnen dir auch aus dem Kopf und ohne mit der Wimper zu zucken einen komplizierten Lageplan. Vielleicht lernen sie solch praktische Dinge in der Schule oder bei den Pfadfindern. Wir haben jedenfalls, vorbei an den diversen Fressschuppen, unser Ziel schnell gefunden. Ich muss den Kühlschrank auffüllen, und dann werden wir mal wieder am Wal-Mart übernachten.


 

Wildes Camping am Puerto Escondido, Baja California, Mexico. Die Siearra de la Giganta glüht im Sonnenaufgang.

 



 

Campingmöbel und mehr

Zuvor schon hatten die Weitgereisten drei Jahre im Wohnmobil verbracht! Klickt hier und lest dazu den Schnipsel

Tausend Tage Wohnmobil - In drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland 

  

Mittlerweile, so sagt die Autorin, "sind wir sesshaft, aber ich schreibe noch immer gerne. Indirekt haben alle meine Bücher mit dem Reisen zu tun. 

Der Krimi »Highway ins Verderben« ist ein richtiger Reisekrimi".

Aber es gibt noch mehr Bücher der Autorin. Klickt und schaut!

Findet alle Bücher von Hildegard Grünthaler

 

Zu drei Jahre (fast) um die Welt geht es hier (klickt auf das Buchcover)

 

 

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21 Januar 2021

Hildegard Grünthaler - Tausend Tage Wohnmobil - In drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland

Tausend Tage Wohnmobil - In drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland

von Hildegard Grünthaler

Klappentext

Drei Jahre lang mit dem eigenen Wohnmobil durch die Welt ziehen, über einsame Highways durch atemberaubende Landschaften rollen, bleiben, wo es einem gefällt - wer hat davon nicht schon geträumt? Hildegard und Peter Grünthaler haben diesen Traum in die Tat umgesetzt und ihre Erlebnisse in dem Buch Tausend Tage Wohnmobil - In drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland festgehalten. Sie müssen es vorerst beim Träumen belassen? Dann lassen Sie sich von der Autorin mit auf die Reise nehmen! Durchqueren Sie mit dem Ehepaar die USA von Ost nach West. Schließen Sie sich dem Zug der Schneevögel an, und dringen über die Schlaglöcher und Bodenwellen der MEX 1 zu den Traumständen der mexikanischen Baja California vor, um dort den Winter zu verbringen. Im Frühjahr folgen Sie den Snowbirds nach Norden, campen in Kanada an einsamen Seen und sitzen am Lagerfeuer. Durch die weite und wilde Natur des kanadischen Yukon fahren Sie schließlich bis nach Alaska, um später auf dem Dempster Highway den Polarkreis zu überqueren und im Inuit-Städtchen Inuvik beim Schein der Mitternachtssonne vor dem Wohnmobil zu sitzen. 

In Neuseeland werden Sie bergauf, bergab über 1.000 Hügel und noch mehr Kurven gemächlich durch Traumlandschaften zockeln und reizvolle Campingstellen genießen. Australien und Tasmanien mit seinen landschaftlichen Kontrasten, den archaischen Landschaften und bizarren Schluchten, den tropischen Stränden, dem lebensfeindlichen Outback bilden den Abschluss der Reise. Genug geträumt? 

Der Teil Reiseplanung von A bis Z macht die Reise nachvollziehbar. Von der Auslands-krankenversicherung bis zu den Zulassungsformalitäten, vom Carnet de Passages bis zur Verschiffung des Wohnmobils, behandelt dieser Teil neben den verschiedenen Phasen der Planung auch den Kauf des geeigneten Wohnmobils, die Routenplanung usw. Da die meisten Langzeitreisenden weder Lotto- noch sonstige Millionäre sind, sondern zumeist vom Eingemachten leben müssen, wird auch das Thema Freies und wildes Camping, bzw. wie man freie Campingplätze findet, ausführlich behandelt. Basierend auf den Erfahrungen einer weiteren 1-jährigen Nordamerikareise, diesmal mit Hund, wurde der 3. Auflage ein weiteres Informationskapitel hinzugefügt: Nordamerika mit dem Hund. Zudem wurden alle Angaben im Info-Teil aktualisiert.

 

 

 

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Zu den Tausend Tagen gibt es auch einen Buchtrailer:

Schnipsel Australien

Westaustralien Pinnacles im Nambung Nationalpark

Mistrauisch mustern wir das schlammige Ufer, das Wasser, das keinen Blick zum Grund durchlässt. Irgendwie trauen wir uns in die grüne Brühe nicht so recht hinein. Wenn es nur nicht so schrecklich heiß wäre ... Dann entdecke ich das Schild: Im Roper River gibt es Süßwasserkrokodile!

 Ja, natürlich gibt es Süßwasserkrokodile im Fluss. Aber die Freshies sind vollkommen harmlos”, klärt uns der Ranger am Campingplatz auf.

”Im Gegensatz zu den gefährlichen Salties, den Salzwasserkrokodilen, werden die nur maximal zweieinhalb bis drei Meter lang!” Ach, so klein sind die Tierchen, das ist ja ungemein beruhigend!

Wenn die so harmlos sind, warum stellt ihr dann Warnschilder auf?”

Das verlangt das Gesetz. Aber Freshies fressen nur Fische und Kleingetier und sie gehen erst am Abend auf Beutefang. Deshalb darf man in der Dämmerung nicht mehr zum Baden gehen. Tagsüber ist Schwimmen völlig ungefährlich. Freshies sind so scheu, dass man sie gar nicht zu Gesicht bekommt”, und zur Bekräftigung seiner Worte drückt uns der Ranger einen Lageplan mit den besten Badestellen in die Hand.

Unterhalb des Campgrounds sind Badepontons im Fluss verankert. Man könnte wirklich ganz bequem über Leitern ins Wasser. Es schwimmen auch schon ein paar Leute in den grünen Fluten herum und die Kids schubsen sich gegenseitig kichernd und spritzend ins kühle Nass. Von den Krokodilen ist nichts zu sehen. Es ist wirklich höllisch heiß und das braune Zeug, das am Ufer herumschwimmt, sollen ja auch nur harmlose Algen sein ...

Das Schwimmen im Fluss ist ein Hochgenuss! Ein wenig ungewohnt, weil man im grünen Wasser nicht sieht, was unter einem ist, und weit weg vom rettenden Ponton getrauen wir uns auch nicht. Es könnte ja immerhin möglich sein, dass plötzlich ein drei Meter kurzes Süßwasserkrokodil außerplanmäßig Appetit auf importierte Germans bekommt.


Schnipsel Arizona

Boondock Camping, Schnebly Road, Arizona, USA
Es ist schon ziemlich spät, als es an unserer Tür klopft. Draußen steht ein Navajo mit einem Pferd. Auf sein langes, schwarzes, ein wenig verstrubbeltes Haar hat er ein Baseballkäppi gedrückt und sein halb verschämtes, halb neugieriges Lächeln entblößt einige Frontzahnlücken. Er käme gerade vom Rodeo, erklärt er uns, und sei sehr durstig. Ob wir nicht etwas Wasser hätten.

Ich habe gerade Tee gekocht, gieße ihm eine Tasse des heißen Gebräus ein und streiche Käsebrote, denn hungrig ist unser nächtlicher Besucher natürlich auch. Während er die Käsebrote verdrückt, erzählt er von seiner Tochter, die in einem Büro arbeitet und von seinen zwei Frauen.

Zwei Frauen?”

Ja, ja, ganz richtig, zwei Frauen - Navajos dürfen zwei Frauen haben.”

Nun ja, mag sein, dass er uns für ein wenig dusselig hält. Bevor er jedoch mit seinem Pferd wieder in die Nacht hinausgaloppiert, verspricht er, am nächsten Morgen zurückzukommen, damit er Peter das Reiten beibringen kann. Unser Winnetou-Verschnitt ist allerdings am nächsten Morgen nicht mehr aufgetaucht, weshalb Peter bis heute noch nicht reiten kann.



Alles für unterwegs / Brauchbares für Camping und Wohnmobil


Schnipsel Neuseeland

Mildord Sound, Südinsel Neuseeland

Auf die Mietmobile von Britz und Maui trifft man selten, wenn man, wie wir, die Rennstrecke, die an den überfüllten Bays und den Pupu Springs, den größten Süßwasserquellen der Erde entlangführt, verlässt, um gemächlich am Motueka River entlang, landeinwärts zu kurven. Und wenn man dann auch noch einer holprigen Fahrrinne zum Fluss hinunter folgt, dann campen dort unten garantiert keine Touristen, sondern wohnmobile Kiwis. Daphne und Robin heißen sie und kommen aus Invercargill. Von ihnen erfahren wir, wie Kiwirentner vor dem Winter flüchten. Wie alle Kiwis sind zwar auch diese beiden davon überzeugt, dass ihr Land das schönste der Welt sei - wenn da nicht der grässlich lange, kalte und nasse Winter wäre. Einfach nur von Süd nach Nord zu ziehen, ist wenig hilfreich - auf der Nordinsel ist es im Winter nicht viel wärmer und es regnet oft ohne Unterlass. Neuseeländische Schneevögel müssen der Sonne und der Wärme wegen schon bis nach Australien flattern. Weil aber beide Länder doch eine ganze Menge Wasser trennt, haben Daphne und Robin statt eines Hauses zwei Wohnmobile - eines in Neuseeland und eines in Australien. Als 100 %ige Wohnmobilisten beäugen sie natürlich auch unseren Camper neugierig von allen Seiten. ”Wirst sehen”, unkt Peter, ”gleich stehen sie vor der Tür und wollen in unser Wohnmobil hineinsehen.” Aber so plump ist Daphne nicht, sie erreicht ihr Ziel mit einer viel raffinierteren Methode. Als sie ihre Neugier nicht mehr zügeln kann, fragt sie ganz beiläufig: ”Möchtet ihr nicht mal sehen, wie ein Kiwicamper von innen aussieht?”

Was macht man da als höflicher Tourist. Dankend ablehnen und sagen, dass man schon bald ein Dutzend gesehen hätte? Unmöglich! Die Besichtigung von Daphnes Camper bleibt allerdings nicht folgenlos. Peter, der Sportbegeisterte, entdeckt unter einer Sitzgruppe ein Golfbag. Längst hat er festgestellt, dass in Neuseeland beinahe jedes noch so winzige Nest seinen Golfplatz hat. Und weil er sich, außer vielleicht fürs Briefmarkensammeln, so ziemlich für jede nur denkbare Sportart interessiert, erteilt ihm Daphne nach der Besichtigung unseres Wohnmobils einen ausgiebigen Einführungsunterricht in die Kunst des Golfspielens. Als sie ihm allerdings später auch noch das Angeln beibringen will, verzichtet Peter dankend; die Erinnerung an die kopflos zappelnden Fische vom Whangaimoana Beach ist noch zu frisch.


Wohmobil-Touren


Schnipsel Neuseeland:

Auch Jake, der Maori, der früher den Possums gegen Bares an den Pelz ging, lässt für den putzigen Baumbewohner ein paar Nüsse auf dem Picknicktisch liegen. Er campt mit Kind und Kegel und seiner tonganischen Ehefrau in einem winzigen Bus. Weil die Tage kürzer und die Abende kühl werden, zieht sich die Familie beizeiten in den Bus zurück, schaltet das Licht an und am Morgen ist die Batterie leer. Es ist dummerweise die Startbatterie - sein Bus hat nur die eine. Möglicherweise wäre ja sein altersschwacher Keilriemen schuld an der Misere, meint Jake. Aber natürlich könnte es genauso gut sein, dass die ganze Lichtmaschine im Eimer ist. 

 

Wir helfen mit unserem Generator aus, und während unser kleiner Honda leise tuckernd die Batterie lädt, erzählt uns Jake, dass er, seit er nicht mehr Jagd auf Possums macht, von Berufs wegen Spediteur ist. Er hat einen Kleinlaster, dem neben der Beförderung von Waren mitunter eine äußerst wichtige und ehrenvolle Aufgabe zukommt.

Jakes Ehefrau ist nämlich als Tonganerin eine treue und ergebene Untertanin seiner Majestät, König Taufa’ahau Tupou IV. Der schwergewichtige Tupou wiederum ist ein gewissenhafter Monarch, der seine Untertanen hin und wieder in der Fremde besucht. Die tonganische Gemeinde in Auckland ist zwar recht groß, aber als der König sich zum Besuch anmeldete, hatte keiner ein geeignetes Fahrzeug, um die Königliche Hoheit so zu transportieren, dass er trotz seiner majestätischen Leibesfülle den huldigenden Untertanen zuwinken konnte. Aber Jake, der Maori, hatte einen Kleinlaster und einen Sessel, der groß genug für das majestätische Hinterteil von Taufa’ahau Tupou IV. war. Und so tuckerte Jake mit dem huldvoll winkenden König auf der Ladefläche die jubelnden Reihen der tonganischen Gastarbeiter ab.




Baja California, Mexiko








 

Die Autorin über sich selbst

Zuerst hütete ich im Kindergarten fremde Steppkes und später zuhause die eigenen. Mit dem Fernwehbazillus, der Peter, meinen Mann, schon seit frühester Jugend plagte, habe ich mich erst in späteren Jahren infiziert. Ich war damit zufrieden, im Wohnwagen Windsurfurlaub in Holland oder an der (damals noch jugoslawischen) Adria zu machen. Bis mein Mann plötzlich die Welt umsegeln wollte. Zusammen mit Peter lernte ich Segeln und Navigieren, aber nach der zweiten Yachtcharter verkündete ich: »Weltumsegeln - nicht mit mir!« Außerdem stellte ich nach einem kritischen Blick auf den Globus fest, dass man wesentlich mehr von der »Welt« sieht, wenn man festen Boden unter den Füßen, bzw. den Rädern hat. Aus Peters Traumyacht wurde ein reales Wohnmobil mit dem wir Nordamerika, Neuseeland und Australien bereisten.

Aber egal ob man die Welt per Segelyacht auf den Ozeanen umrundet, oder per Rolling Home über die Highways zieht - es kostet Zeit und Geld. Wir verkauften unsere Möbel, lagerten persönliche Dinge ein und vermieteten unser Haus.

Nach unserer Rückkehr entstand der Fernwehschmöker »Tausend Tage Wohnmobil - in drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland«

Auch wenn das große Fernweh gestillt war, kam die Sehnsucht nach der Weite Nordamerikas bald zurück. Mit unserem neuen Familienmitglied, der Groenendael-Hündin Eyleen und einem neuen Wohnmobil bereisten wir für ein weiteres Jahr Nordamerika. Von den Erlebnissen dieser Reise berichtet der Fernwehschmöker »On the Road - Ein Jahr mit Wohnmobil und Hund durch Nordamerika«




 

Mittlerweile sind wir sesshaft, aber ich schreibe noch immer gerne. Indirekt haben alle meine Bücher mit dem Reisen zu tun. Der Krimi »Highway ins Verderben« ist ein richtiger Reisekrimi.

 

  



Campingmöbel und mehr

 

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