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Dienstag, 5. Mai 2026

Online-Interview mit CHRISTIANE LANDGRAF über ihren Romatischen Fernweh-Thriller

 

Ein Rund-um-die-Welt-Thriller
 
Online Interview

Das Interview wurde im Juni 2020 auf meinem Blog als "Seite" eingestellt. Da ich inzwischen alles als "Post" einstelle, habe ich das Interview leicht verändert und um Rechtschreibfehler korrigiert hier noch einmal eingestellt.



enthält Affiliate Werbung
 
 
 
Michelangelosreiseblog: 

Hallo liebe Christiane Landgraf, ich freue mich, dass Du mir für ein Online-Interview für meinen Reiseblog zur Verfügung stehst.


Christiane Landgraf (C. L.)

Vielen Dank, dass meine romantischen Fernweh-Thriller und ich ein Plätzchen in deinen Reiseerinnerungen einnehmen dürfen.




Michelangelosreiseblog:

Möchtest Du Dich mir und meinen Leserinnen und Lesern zunächst vielleicht vorstellen und etwas über Dich erzählen? Wie bist Du z. B. zum Schreiben gekommen, was inspiriert Dich und wie kommst Du auf die Themen Deiner Bücher.



C. L.

Ich stürze mich mit offenen Armen ins Leben, ich liebe es zu lesen, zu lachen und zu tanzen, ich klettere, reise und fahre begeistert Achterbahn – für mich der schönste Adrenalin-Kick! Das beste Symbol auch dafür, dass nach jeder Talfahrt immer wieder Airtime und Aufwärtstrend anstehen. Was meine Schreibe unverwechselbar macht? Stell‘ dir vor, du hättest am hinteren Ende deines Pfannenwenders einfach unheimlich gerne noch eine Schöpfkelle, kannst so einen Artikel aber nicht kaufen. Verzichtest du? Warum nicht selbst erschaffen, was fehlt? Meine romantischen Fernweh-Thriller vereinen Aspekte, die so bisher noch nie zusammengeführt wurden und begeistern somit vor allem Frauen zwischen 20 und 60 Jahren. Die romantischen Fernweh-Thriller kombinieren Spannung mit Familiengeschichte, Romantik, ganz viel Fernweh/Reiseinspirationen aus meiner eigenen Erfahrung und einer Prise Humor. Aufhänger ist in der Regel ein brisantes und aktuelles, gesellschaftlich relevantes Thema, wie die Technologie der selbstfahrenden Autos in Social Rating (Erstauflage 2016 im Verlag 3.0) und Social Hideaway (Erstauflage 2017 im Verlag 3.0), oder die Herausforderungen der aktuellen Frauenrolle im ersten Band der Pilotentochter-Reihe – Ehebruch mit Todesfolge.




Michelangelosreiseblog:

Gerade in der jetzigen Zeit, Urlaube beginnen ja erst wieder in begrenztem Umfang möglich zu werden, zehren wir ja fast mehr an unseren Urlaubserinnerungen, als dass wir Vorfreude auf den nächsten Urlaub haben können. Oder aber wir tauchen ein, in die Welt eines Buches, in der die Ferne, in der andere Städte eine Rolle spielen. So wie in Deinem Buch „Pilotentocher, Ehebruch mit Todesfolge“.

Wie sagte mir eine andere Autorin vor wenigen Tage in einem Online-Interview zu diesem Thema: „so können sich Leser neue Inspirationen holen, denn leider sind wir ja alle nicht 365 Tage auf Reisen und in dieser Zeit, der Corona-Krise, schon gar nicht.“.

Wie siehst Du das?


C. L.
Ich denke, ich würde diese Frage lieber als Leserin und Reise-Fan, denn als Autorin beantworten. Es gibt meiner Ansicht nach NICHTS auf der Welt, auch kein Buch – und ich LIEBE Bücher – das das Reisen schlagen kann. Die Gerüche fremdländischer Gewürze. Die Geschmäcker landestypischer Speisen. Die Einheimischen, die dir oft im persönlichen Gespräch einen anderen Blickwinkel auf die Dinge, die dich gerade bewegen schenken. Die Lieder, die du noch Jahre später hören kannst, wenn du die Augen schließt. Die Bilder, die sich in deinem Gedächtnis festbrennen, wenn du zum Beispiel am Kraterrand eines der aktivsten Vulkane der Welt (Mount Yasur, Tanna, Vanuatu) stehen darfst, während jemand neben dir, in atemberaubendem Tempo und unter Tränen, sagt: „Holy crap, this ist not happening, this is not real, this is too beautiful, oh my god, this is too dangerous, I have to call my mum!“ … Reisen hält die Welt zusammen und sorgt für interkulturelle Kompetenz. Reisen ist Liebe.

Reisen ist Leidenschaft. Reisen ist Hingabe. Reisen ist eine Vielfalt an Abenteuern. Reisen ist Heilung, Auszeit und zugleich Input für die Seele. Reiseerinnerungen sind meine persönliche Variante der Meditation. Und jetzt kommen wir zu Büchern, die neben ihrer Handlung auch das Reisen in den Mittelpunkt stellen: Reiseerinnerungen kann man teilen. Man kann den inneren Frieden und die Inspiration teilen, die man aus Ihnen zieht. Und man kann Leser für künftige Reisen inspirieren. Oft inspirieren Bücher für Reisen an Ziele, auf die man anders niemals gekommen wäre. Vielfach ist es schön im Vorfeld einer Reise ein Buch zu lesen, das am bereits gebuchten Reiseziel spielt, das schürt die Vorfreude, verkürzt die Wartezeit und inspiriert für die Zeit vor Ort. Ich bin sicher in „Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“ findet jemand, der in Kürze nach Mauritius oder Brasilien reist einige Tipps für seine Unternehmungen. Manchmal ist es ein tolles Gefühl, vor Ort ein Buch zu lesen, das eben hier spielt, wo man sich gerade befindet, oder kürzlich befand. Ich stelle mir immer vor, wie ein Südseekreuzfahrer seine ureigene Tanna-Erfahrung macht und diese dann, am Seetag verarbeitet, während er auf der Sonnenliege liegt und Social Hideaway liest. Vermutlich sagt er sich dann: „Ja, genau so habe ich mich gestern auch gefühlt, bei den Einheimischen in ihrer Kleidung aus Pflanzenteilen und danach auf dem Vulkan. Und wenn man mal nicht reisen kann, wie man möchte, egal, ob wegen Corona, oder weil der eigene Geldbeutel, oder die vorhandenen Urlaubstage eines Angestellten doch oft unerfreulich limitierende Faktoren darstellen, dann kann man während der Lektüre von Büchern doch immerhin in Gedanken tausende verschiedene, farbenfrohe Orte besuchen.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog:
So geht es mir mit so vielen Orten. Meine Reiselust oder besser müsste ich sagen, Reisesucht, begann mit 14 durch einen dreiwöchigen Schüleraustauch mit Frankreich. Nachdem ich zurück war, sagte ich zu meinen Eltern "ich möchte jetzt jedes Jahr ein anderes Land sehen".

Es folgten in der Tat viele Länder, schöne und sehenswerte Orte, einmalige Erlebnisse wie die Bootsfahrt entlang des Stromboli, das tolle Santorini (u. a. schwimmen in durch Vulkantätigkeit aufgewärmtem Wasser), meine Isla Bonita (Korsika, denn dort durfte ich meine Frau kennenlernen) und vieles andere. Und seitdem wir das Kreuzfahren entdeckt haben, natürlich unglaublich viele weitere Orte und Landschaften, wie die isländischen Schönheiten und Norwegen mit den einmaligen Fjorden, dem Nordkap und den Lofoten. Städte wie Rom, Valencia, Barcelona, Athen, Stockholm, Lissabon, Sankt Petersburg, Städte im Baltikum und, und, und.
 Aber auch Kalabrien und die tollen Kanadischen Rocky Mountains nicht zu vergessen.

Du berichtest auch von Liedern, die Erinnerung bringen. Ja, so geht es mir z. B. mit  "Down Under" von Men at Work. Ich machte Urlaub auf Korfu. Und immer wenn wir mit unserer Gruppe junger Leute in eine bestimmte Bar kamen, legte der Wirt dieses Lied auf. Noch heute über 40 Jahre später, sehe ich uns in diese Bar gehen, wann und wo immer ich dieses Lied höre.

Mein Blog "Michelangelos Reiseerinnerungen" ist mir deshalb auch nicht nur für meine Leserinnen und Leser wichtig, sondern auch für mich selbst. Beim Schreiben und auch beim Lesen, sind das auch für mich, Michelangelos Reiserinnerungen.


Reaktion C. L. Ein öffentliches Tagebuch eben. Ja, es ist schön die Reiseemotionen teilen zu können. Das macht mir auch bei Lesungen besonders viel Freude.


Michelangelosreiseblog:

In welches Genre würdest Du selbst eigentlich Dein Buch Pilotentochter einordnen, Krimi, Thriller, Liebesroman, Reiseroman. Wo siehst Du dieses Buch?



C. L.

„Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“, ebenso wie seine beiden Vorgänger, bilden eine neue, eigenständige Genrenische im Bereich der Thriller. Meine Bücher sind romantische Fernweh-Thriller. Der aktuelle Hype sind seit einigen Jahren Regionalkrimis. Erst waren das Krimis, die, wie der Name vermuten lässt, in irgendeiner speziellen, sehr begrenzten Region Deutschlands spielten aus der der Autor auch stammt. Entsprechend überzeugen sie die regionale Leserschaft durch Detailwissen aus der Region und Dialekt. Mittlerweile verändert sich hier einiges. Ich beobachte seit einer Weile, dass es immer mehr Destinationskrimis gibt, wie etwa Jennifer Summers brandneuer Island Krimi „Verliebt in einen Mörder“. Nun ist es Zeit für etwas Neues. Es ist Zeit für rund-um-die-Welt-Krimis. Ich schreibe rund-um-die-Welt-Thriller seit 2016.




Michelangelosreiseblog:

Auf der Rückseite des Buches steht ja unter anderem, dass Du Deine Leserinnen und Leser mit der Pilotentochter mitnimmst auf eine Gradwanderung zwischen weiblichem Familiensinn, Karriere und Selbstverwirklichung. Was davon ist denn für Dich das Wichtigste?


C. L.

Viele Jahre war es die Karriere. Dann wurde es immer mehr die Selbstverwirklichung. Das begann, indem ich zu Schreiben begonnen habe (ein Kindheitstraum) und meine Karriere in die Reisebranche verlegt habe, aber auch selbst immer mehr und spektakulärer gereist bin. Brasilien und Vanuatu waren meine absoluten Highlights, wobei auch Thailand ungeheuer Spaß gemacht hat. Zudem habe ich eine Weile auf Mauritius gelebt und gearbeitet, weil eine solche, wahrhafte Auslands-erfahrung schon immer mein Traum war. Am 29.12.2018 bin ich Violas Mutter geworden. Jetzt dreht sich die Welt von meinem Mann und mir natürlich in allererster Linie um dieses kleine, wundervolle Mädchen. Ich würde nicht sagen, dass eines wichtiger als das andere ist. Es ist für jeden anders und alles hat seine Zeit im Leben. Bei den einen früher, bei den anderen später und manches spielt für einige niemals eine Rolle, anderes für manche immer die Hauptrolle. Da gibt es kein richtig und falsch. Wichtig ist nur, dass das direkte Umfeld (Partner, Kinder und engste Freunde) wissen, woran sie sind und auch damit glücklich werden können. Am allerwichtigsten ist aber, dass man sich selbst glücklich macht. Denn eine glückliche und entspannte Mutti hat es viel leichter, eine gute Mutter zu sein als jemand, der sich für die Mutterrolle aufgibt. Die Herausforderung ist einfach, dass man nicht zu viel auf gar nicht so wichtige Dritte (Nachbarn, entfernte Verwandte, Arbeitskollegen, Fernsehwerbung, Stars …) hört. Sonst läuft man Gefahr in einen Strudel zu geraten, in dem man in allen Bereichen gleichzeitig überhöhte Erwartungen an sich selbst stellt. Schlimmer noch, dass man diese immer weiter steigert und immer mehr leistet und zugleich trotzdem immer weniger stolz auf sich selbst ist, sondern stattdessen immer noch mehr Makel entdeckt. Wir sind alle nicht gleichzeitig, ohne Hilfe von Dritten, die perfekte Mutter, Karrierfrau, leidenschaftliche Geliebte des Ehemanns und zugleich Superhausfrau und perfekt durchtrainiert.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog:
Das ist dann so, wie in der Geschichte mit dem Vater, dem Sohn und dem Esel ;-)


Reaktion C. L.
Ui, die kenne ich gar nicht, die muss ich mal googeln …



Michelangelosreiseblog:

Außerdem liest man dort noch, dass Du für Deine romantischen Fernweh-Thriller bekannt bist. Welche Bücher von Dir fallen denn noch unter diese Überschrift „Romantische Fernweh-Thriller?


C. L.

Alle drei meiner Bücher sind romantische Fernweh-Thriller. Auch wenn es im Zweiteiler „Social Rating“ mit „Social Hideaway“ in erster Linie um die 
 



moralischen Herausforderungen der Programmierung selbstfahrender Autos geht, ist die daraus resultierende, atemberaubende Flucht der Familie Rodgers auch ein Rund-um-die-Welt-Krimi.   



Michelangelosreiseblog:

Apropos Romantik, oft meint man ja, dass dies ein Thema ist, das Frauen mehr anzieht als den männlichen Teil der Bevölkerung. Sind denn Frauen auch vermehrt die Konsumenten Deiner Bücher?



C. L.
Ja, also die begeisterten Leser sind tatsächlich überwiegend Frauen. Das habe ich gerade bei „Social Rating“ und „Social Hideaway“ gemerkt. Das haben aufgrund der Thematik viele Männer gekauft, die mir dann hinterher sagten, eine Spur weniger Romantik erwartet zu haben. Frauen waren zögerlich beim Kauf. Aber das Feedback, von denen, die gekauft haben, war überwältigend schön. Sie sagten alle durch die Bank weg, dass Ihnen die Bücher viel besser gefallen haben, als sie vorab gedacht hätten. Bei „Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge“ ist es ja nun auch vom Thema her so, dass sich vielfach eher Frauen angesprochen fühlen, auch auf den ersten Blick. Bei allen drei Büchern gibt es aber natürlich auch zahlreiche begeisterte männliche Leser.


Anmerkung von Michelangelosreiseblog: 
Dann bin ich also zum Glück nicht der einzige männliche Romantiker (lol)


Reaktion C. L.
Nein, ganz sicher nicht und Romantiker sind eh die besten Männer. Romantiker, reisebegeistert und ein guter Vater, das ist schon einmal die halbe Miete für eine lange und sehr glückliche Ehe, zumindest bei mir und meinem Mann.


Michelangelosreiseblog:

Dein Buch spielt ja an vielen Orten die, wenn man sie hört, an Urlaub denken lässt. Welche Rolle spielt in Deinem Leben denn der Urlaub und wohin zieht es dich am liebsten, wenn Du in Urlaub fährst. Und welche Art von Urlaub bevorzugst Du?


C. L.
Urlaub ist mir und meinem Mann sehr wichtig. Wir wollen unbedingt noch einmal nach Mauritius und Vanuatu zurückkehren. Aber vor allem haben wir noch viel noch nicht Gesehenes auf der Liste, wie etwa Utah, Santorini, die Bahamas, Hawaii, oder eine Reise, bei der man die Polarlichter sehen kann. Wir reisen am liebsten so, dass wir ganz nah dran sind an Land und Leuten, also oft sehr bodenständig und in aller Regel doch recht individuell. Aber ich kann nicht sagen, dass nicht auch unsere Karibikkreuzfahrten wundervoll gewesen wären. Während der zweiten haben wir ja sogar geheiratet. Wir wollten unbedingt, dass unser besonderer Tag an einem Strand stattfindet. So sehr lieben wir die Sonne, den Strand und das Meer. Auf Mauritius habe ich als Wedding Coordinator dann für andere Leute diese Art Hochzeitsträume realisiert. Mit der Kleinen waren bisher Ferienwohnungen ideal und in Zeiten von Corona und Maskenpflicht in Hotels und Restaurants, wird das wohl auch in diesem Jahr wieder die beste Option sein. Aber alles im Leben hat seine Zeit. Meine ersten Reisen waren Cluburlaube auf Mallorca, Djerba und in Ägypten und auch die waren mit Anfang 20 sehr schön und wenn unsere Kleine dann mal im Kindergartenalter ist und heiß auf den Kids Club, werden sie es wohl für eine Weile wieder sein.




Michelangelosreiseblog:

Das Buch ist ja das erste von Dir, welches im Wellengeflüster Verlag erschienen ist. Was verbindet Dich denn mit diesem Verlag, der ja noch nicht so lange existiert?



C. L.



Mit der Verlagsleitung verbindet mich eine langjährige Freundschaft.

https://wellengefluester-verlag.de/



Michelangelosreiseblog:

Obwohl das Buch ja eigentlich so endet, dass es in sich abgeschlossen ist, können die Leserinnen und Leser, denen es gefallen hat, aus den Worten des Nachwortes die Hoffnung schließen, dass es eine Art Fortsetzung geben wird?


C. L.

Ja, es ist als Buchreihe geplant. Janas Geschichte wird sich für ihre Fans fortsetzen. Sie wird erwachsen werden und an verschiedenen Orten im Ausland leben und immer wieder ungewollt, mal durch den Beruf und mal durch den Freundeskreis in Ermittlungen reingezogen werden. Ich habe in etwa 20 konkrete Ideen. Aber aktuell fehlt etwas die Zeit und Ruhe zum Schreiben, denn meine Eineinhalbjährige möchte sich noch nicht allein beschäftigen, sondern mit Mama auf den Spielplatz. Auch müssen wir nun natürlich erst einmal sehen, wie gut Band 1 angenommen wird und ob die Nachfrage nach einer Fortsetzung denn gegeben ist. Letztlich entscheiden das die Leserinnen und Leser.






Michelangelosreiseblog:


Vielen Dank, liebe Christiane Landgraf für diese schöne und tolle Interview, das hat Spaß gemacht. Ich binde jetzt noch Deine Internetdaten ein und wünsche Dir für Deine Zukunft alles Gute, viele weitere literarische Erfolge und dass Du weiter viele Inspirationen für weitere Bücher hast. Und besonders für die jetzige Zeit, dass Du gesund bleibst.


C. L.

Lieber Michael, auch ich danke dir für deine tollen Fragen mit viel Tiefgang. Auch mir hat das Interview viel Spaß gemacht. Ich vermisse in der Zeit der aktuellen Corona Beschränkungen am meisten den persönlichen Dialog mit Lesern auf Lesungen und Buchmessen. Gerade auf Lesungen ist das Ende mit den Fragen der Gäste immer der beste Teil für mich. Es ist so spannend, auch bei der 20. Lesung für ein Buch hat irgendjemand eine Frage, die so noch nie da war. Das fehlt mir wirklich sehr. Heute Nacht, als meine Kleine schlief und ich deine Fragen beantwortet habe, habe ich mich seit langem mal wieder ein klein wenig wie am Ende einer Lesung gefühlt. Eben wie eine richtige Autorin, nicht nur wie ein Gemisch aus Mami und Schreibtischtäter, der nur Content verteilt, aber wenig Dialog erlebt. Das war einfach großartig. 

Herzlichen Dank. 

Auch ich wünsche dir gerade jetzt aber auch zukünftig immer eine gute Gesundheit und weiterhin viel Erfolg für deinen fantastischen Reiseblog.





Anmerkung von Michelangelosreiseblog: 
Vielen Dank für Deine Wünsche. Ich freue mich, wenn mein Blog Erfolg hat. Aber was heißt das schon? Mein Blog ist ein nichtkommerzieller Blog, aber natürlich freut es mich, wenn ich viele Lesungen und Klicks habe. Auch dass er schon in über 100 Ländern gesehen wurde freut mich sehr. 

Aber am Wichtigsten ist mir, mit meinen Reiseerinnerungen, anderen Freude zu bereiten und Tipps zu geben. Und wie gesagt, in mir selbst Erinnerungen wach zu rufen.

Wenn Du mal im Köln/Bonner Raum unterwegs bist, würde ich mich freuen dich real zu treffen.


  
Reaktion C. L.
Alles, was mit Liebe und Leidenschaft gemacht ist und einen glücklich macht ist per se schon ein großer Erfolg, finde ich. Unabhängig von Click-Zahlen ect. Natürlich, noch besser, wenn die auch stimmen, aber Glück ist immer noch die beste Währung.




Hier noch einige Links, die zur Autorin führen (zur Verfügung gestellt von der Autorin)
 

Autoren-Website
 
 Social Rating kaufen: (leider nur noch via Amazon möglich, da in zweiter Auflage in Selfpublishing Verfahren gewechselt)

Social Hideaway kaufen: (leider nur noch via Amazon möglich, da in zweiter Auflage in Selfpublishing Verfahren gewechselt)

Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge kaufen: überall, wo es Bücher gibt oder direkt signiert, versandkostenfrei und auf Rechnung, via E-Mail bei der Autorin


Euch hat das Interview gefallen und ihr seit an weiteren Interviews interessiert, dann klickt einfach auf den Link zu den Online-Interviews.
 





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Dienstag, 4. Januar 2022

Meine Interviews mit Autorinnen und Autoren

 

Borkum im Herbst 2005

Seitdem ich diesen Buchblog betreibe habe ich schon für zahlreiche Autorinnen und Autoren deren Bücher vorgestellt, und, und worauf ich auch ein klein wenig stolz bin, es wurden deshalb auch schon ein paar Bücher verkauft. 

Genau dafür mache ich mir die Arbeit und stelle den Leserinnen und Lesern die Bücher vor.

 

Mit einigen Autoren, bekannten und weniger bekannten  habe ich auch Online-Interviews geführt und sie zu ihrer Arbeit als Autor und zu ihrem Autorenleben befragt. Manchmal es ging in dem Interview auch um ein bestimmtes Buch.


Du hast Lust und Interesse ein oder mehrere dieser Interviews zu lesen? Damit du dich nicht erst durch meinen Blog durchklicken musst [was du aber natürlich dennoch gerne machen darfst], habe ich hier die Interviews einmal zusammengestellt. 

Wenn du ein bestimmtes dieser Interviews lesen möchtest, dann klicke einfach auf den Link neben dem Foto und tauche ein in das Leben deines Autors oder deiner Autorin oder erfahre mehr über die Entstehungsgeschichte deines Lieblingsbuches.



 


Interview mit Brina Stein über ihr Leben als Autorin

 

 

 


Interview mit Brina Stein über ihren Krimierstling "Mord im Schatten des Turms"





 

Interview mit Brina Stein über ihr Buch "Kreuzfahrt mit Papa"

 

 


 

Interview mit Christiane Landgraf über ihr Buch "Pilotentocher, Ehebruch mit Todesfolge"

 



 

Interview mit Clara Gabriel über ihre Reisebücher und sonstige Buchprojekte





 

Interview mit Daniel Holbe über sein Werk, Andreas Franz, Buchverfilmungen und vieles mehr

 

 


Interview mit Jona Sheffield, Science Fiction und was ihre Bücher mit dem Klimawandel zu tun haben

 



Interview mit Jona Sheffield über "Projekt Eden" den 4. Teil der Lumera Reihe






Interview mit Jörg Böhm (+16.10.2019)

 

 


Interview mit Susan Pohlman über ihr Buch "Unser italienisches Jahr", Familienfindung und das italienische Lebensgefühl 

 

 


Interview with Susan Pohlman (english version)




 

Interview mit den Autor und Theaterregisseur Thomas Blubacher, Gustav Gründgens und Kreuzfahrten




 

Interview mit Vincent Kliesch, seine Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek, die Auris-Reihe, das proffessionelle Schreiben und vieles mehr


 

 

Allgemeine Bestseller

 

 

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Dienstag, 30. März 2021

Christiane Landgraf - Pilotentochter "Ehebruch mit Todesfolge"

 Ein Rund-um-die-Welt-Thriller





Nach dem Online-Interview mit Christiane Landgraf über dieses Buch, möchte ich jetzt auch meine Gedanken dazu loswerden und eine kurze Rezenssion schreiben.
 
Wer vorab etwas über die Autorin erfahren möchte und was sie selbst über dieses Buch denkt und was sie dazu veranlasst hat, das lest ihr in dem Interview
 

Inhalt und Meinung:

In einem Hotel in Spanien wird eine Geschäftsfrau erschlagen aufgefunden und kurz darauf wird in Bangkok eine Prostituierte ermordet. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten! Zwei Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

Wo ist die Verbindung? Und was hat die Tochter des Piloten, was hat Jana damit zu tun? Sie hat die Ehe ihrer Eltern für perfekt und eine Welt bricht für sie zusammen, als herauskommt, dass ihr Vater mit beiden Frauen ein Verhältnis hatte. Aber ist er auch ihr Mörder?

All das sollte Pilotentochter Jana nicht tangieren, hätte ihr Vater nicht mit beiden Mordopfern geschlafen. Für die behütet aufgewachsene Jana, die ihre Eltern immer als Traumpaar gesehen hat, bricht die Welt zusammen. Entgegen aller Indizien kann Jana nicht glauben, dass ihr Vater ein Mörder sein soll. Ihre eigenen Nachforschungen bringen sie nicht nur an den Rand ihrer Kräfte, sondern auch an das Sehnsuchtsziel Mauritius. Die Insel, wo einst die Affären des Piloten begannen.

Mit Pilotentocher nimmt Christiane Landgraf, die für ihre romantischen Fernweh-Thriller bekannt ist, den Leser mit auf eine Gratwanderung zwischen weiblichem Familiensinn, Karriere und Selbstverwirklichung.

 
Christiane Landgraf hat hier ein Buch erschaffen, das Familiendrama, Thriller, Fernweh, Romantik, Erotik, ja Sex and Crime perfekt miteinander verwebt. Das Buch ist wie geschaffen für die, die all das lieben. Zugleich gibt die Autorin, quasi so nebenbei Tipps für Reisende, die nach Mauritius oder Brasilien reisen wollen, oder sie lässt Erinnerungen aufkommen, für die die schon da waren oder sie lässt die Leserin oder den Lesern von Fernreisen träumen. 

Pilotentocher - Ehebruch mit Todesfolge ist also ein Buch, dass sich ebenso gut zu Hause lesen lässt, wie im Urlaub am Strand oder auf einer Liege an Deck eines Kreuzfahrtschiffes.



Taschenbuch
Thriller
475 Seiten
Wellengeflüster Verlag
ISBN13-978-3948510022
13,50 €
März 2020



  

Bücher von Christiane Landgraf

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Sonntag, 21. Februar 2021

CHRISTIANE LANDGRAF - Pilotentocher "Ehebruch mit Todesfolge"

Pilotentocher

von Christiane Landgraf

erschienen im Wellengeflüster Verlag 

 

Klappentext

„Wer zum Teufel ist Ariadna Gonzalez? Und warum sollte mein Vater diese Frau umgebracht haben?“, fragte Jana. Für einen Moment hielten die Polizisten und ihr Vater Sebastian inne. Dann überraschte ihre Mutter Leila plötzlich mit einem einzigen Satz: „Ich vermute doch, die Frau, mit der dein Vater mich seit Jahren betrügt.“

Mord unter Palmen! Die behütet aufgewachsene, reiselustige Pilotentochter Jana erlebt gerade ihre erste große Liebe mit Matteo, als plötzlich nichts mehr ist, wie es war. Ihr Vater soll ein notorischer Ehebrecher sein? Um nichts in der Welt ist sie bereit zu glauben, dass ihr leuchtendes Vorbild seine spanische Geliebte kaltblütig ermordet haben soll. Dann taucht eine zweite Leiche in Thailand auf und wieder führt die Spur zu Sebastian. Während der Pilot hinter Gittern auf sein Urteil wartet, versucht Jana verzweifelt, seine Unschuld zu beweisen. Ihre Ermittlungen stellen ihre junge Liebe auf eine harte Probe und führen sie ans andere Ende der Welt, an das Sehnsuchtsziel Mauritius, wo die Affären ihres Vaters einst begannen.

Mit Pilotentochter nimmt Christiane Landgraf, die für ihre romantischen Fernweh-Thriller bekannt ist, den Leser mit auf eine Gratwanderung zwischen weiblichem Familiensinn, Karriere und Selbstverwirklichung.

 

Schnipsel 

PROLOG

Das Hochzeitsfoto von Sebastian und Leila zitterte in den schwarz behandschuhten Händen. In Händen, die es so fest umklammerten, dass ein Außenstehender, hätte er die Szene beobachten können, nicht sicher gewesen wäre, ob es der zutiefst aufgewühlten Person vor dem knisternden und knackenden Kaminfeuer eher als Rettungsanker oder als Fluch erschien. Der Blick, der das Bild traf, glühte noch Stunden später mit dem verglimmenden Feuer um die Wette. In diesem Blick lag ein ganzer Cocktail von Emotionen: Wut mischte sich mit Hass und Enttäuschung ebenso wie mit Schuldgefühlen und tiefem Begehren. Schließlich erhob sich die schwarz gekleidete Person vor dem Feuer. Endlich übergab sie das Bild, von dessen Anblick sie sich an diesem Abend einmal mehr, einmal zu oft, hatte niederschmettern lassen, den letzten züngelnden Flammen, die es sofort begierig aufleckten. Zeitgleich verklangen aus Richtung des Plattenspielers die letzten Töne von Modest Mussorgskys epochalem klassischen Werk Bilder einer Ausstellung, das - ganz so, als würde man die visuellen Eindrücke beim Gang durch ein Kunstmuseum musikalisch nachempfinden - verschiedenste Stimmungen im Wechsel darstellt. Die Musikwahl trug nicht nur der allgemeinen Liebe zu klassischer Musik der Person am Kamin Rechnung, sondern auch dem Wirrwarr an Emotionen, das sie quälte. Die Zeit des Zusehens war vorbei. Entscheidungen waren getroffen worden, die adäquate Reaktionen rechtfertigten und erlaubten, wenn nicht sogar verlangten. Nun war es Zeit zu handeln. Zeit, dem ein Ende zu bereiten. Zeit für etwas Glück. Brennen sollte das Foto, so wie diese Ehe brennen sollte, sie hatte niemandem das erhoffte Glück gebracht. Es war Zeit, dass Platz für etwas Neues wurde. Entschlossenen Schrittes verließ die ganz in schwarz gekleidete Person den Raum. Für einen kurzen Moment stockte ihr Schritt im Flur, als ihr Blick an einer Luftaufnahme des Le Morne hängenblieb. Die atemberaubende, landschaftliche Schönheit stand in krassem Widerspruch zur eigenen, destruktiven Gefühlslage. Das Wasser war so kristallklar, dass man die steil abfallenden Abgründe sehen konnte, die wie eine Art Unterwasser-Wasserfall wirkten. An den feinen, weißen Sandstrand schloss sich nahtlos eine fruchtbare, grüne Ebene an, bevor sich der Le Morne majestätisch erhob. Mauritius. So schön. Und doch schürte dieses Bild aus glücklichen Zeiten nur den ohnehin brodelnden Hass. In diesem Urlaubsparadies sollte man glückliche Flitterwochen verbringen und den Anfang von „… und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben Sie noch heute glücklich und zufrieden …“ erleben. Stattdessen hatte in diesem vermeintlichen Garten Eden das ganze Übel aus Untreue und Verrat seinen Anfang genommen. Und nun musste dringend aufgeräumt werden.


 


 

Kaltabreise auf Zimmer 707
Madrid,
vor wenigen Tagen

Mürrisch folgte die Rezeptionistin Juanita der Anordnung ihrer Vorgesetzten und machte sich auf den Weg zu Zimmer 707. 

Ihrer Meinung nach hätte die Rezeptionsleitung das schon vor Stunden anordnen müssen. Ganz offensichtlich war der Raum schon seit Stunden verlassen. Wie so oft hatte ein Kunde sicher einfach nur die Schlüsselrückgabe vergessen. Manche Gäste waren so gedankenlos. Völlig unnötiger Stress für ihre Freundinnen aus dem Housekeeping, die schon viel früher mit der Zimmerreinigung hätten beginnen können. Und jetzt ein unnötiger Gang für sie. Vor ein paar Stunden wäre der Extraweg noch in die Frühschicht gefallen. Die Party vom Vorabend steckte Juanita noch in den Knochen und sie hatte – selbstverständlich wie meist vergebens – auf eine ruhige Schicht gehofft. Das Zimmer war zuletzt von einem Sebastian Bauer mit seiner Freundin Ariadna Gonzalez bewohnt worden. Er hatte bereits ausgecheckt und die Zimmerrechnung inklusive Minibar und einem Aufpreis für den Late-Checkout seiner Freundin beglichen, sodass diese nur noch ihre Zimmerkarte abgeben musste. Herr Bauer hatte bei seiner Abreise angekündigt, dass Frau Gonzalez spätestens um 14 Uhr das Zimmer räumen würde, auch wenn der Late-Check-out sie dazu berechtigte, bis 17 Uhr zu bleiben. Das hatten die Kolleginnen bei der Übergabe zumindest erzählt. Albern gekichert hatten sie, die dummen Hühner, als sich alle zum Schichtwechsel im engen, karg eingerichteten Backoffice dicht zusammengedrängt eingefunden hatten. Natürlich sah er gut aus, dieser Sebastian Bauer. Ein sehr gut aussehender Pilot, groß und blond, fast ein wenig verwegen. Er erinnerte sie an ihre Kindheit. An früher, als sie sich noch von Walt Disney hatte verzaubern lassen. Als sie sich gewünscht hatte, wie Pocahontas von John Smith erobert zu werden. Aber mal ehrlich, so einen Schuft, so ein personifiziertes Klischee wie Stammgast Bauer? Ein Deutscher, der sich hier regelmäßig mit dieser Z-Promi-Variante einer Immobilienmaklerin vergnügte? Er war zeitweise Gesprächsthema Nummer eins unter den Zimmermädchen und Rezeptionistinnen. Als Affäre von so einem wollte sie ganz bestimmt nicht enden. Nun war es bereits 18 Uhr. Das Hotel war nahezu ausgebucht und die späte Anreise eines neuen Gastes für dieses Zimmer ab 21 Uhr eingeplant. 


An der Rezeption des Hotels wurde man langsam nervös. Schließlich musste das Zimmer von einem der wenigen und gut ausgelasteten Zimmermädchen der Abendschicht noch gereinigt werden, bevor der neue Gast anreiste und etwas Karenz sollte auch noch bleiben. Nicht selten kam ein Gast etwas früher als erwartet. Seit 17:30 Uhr hatte die Rezeption schon mehrfach im Zimmer angerufen, aber Frau Gonzalez hatte den Hörer nicht abgehoben.

Vermutlich hatten sie ganz umsonst gewartet. Frau Gonzalez war sicher einfach abgereist und hatte vergessen, ihre Zimmerkarte abzugeben – wohlwissend, dass es, wie immer, keine Rechnung mehr für sie zu begleichen gab. Oder sie hatte die Zimmerkarte im Raum vergessen und das Missgeschick war ihr peinlich gewesen, weswegen sie es vorgezogen hatte, in aller Stille zu gehen. Solche Dinge passierten Gästen ständig. Es interessierte sie nicht im Geringsten, dass ihre mangelnde Umsicht das Hotelpersonal unter unnötigen Zeitdruck setzte. Juanita kannte die Sprüche ihres Managements nur zu gut: Go the extra mile with a smile. Beyond great service. We make it happen. Where guests just be … Kurz gesagt, der Gast ist jede Mühe wert. 

Und ja, natürlich liebte sie ihren Job, den Gästeservice; und doch, ab und an, an so stressigen Tagen wie heute, da wünschte sie sich, dass manch ein Gast umsichtiger wäre und weniger unnötige Arbeit und Hektik verursachen würde. Die in altmodischen Brauntönen gehaltenen Flure, die dringend nach einer Renovierung schrien, passten farblich zum Tiefpunkt, den Juanitas Stimmung so langsam erreicht hatte. Schlimmer, so dachte sie, konnte es kaum noch kommen. Juanitas Klopfen blieb erwartungsgemäß auch beim zweiten und dritten Mal unbeantwortet und so öffnete sie mit ihrer Generalschlüsselkarte den Raum. Noch bevor Juanita bewusst realisieren konnte, dass aus dem Bluetooth-Lautsprecher immer noch Latinorhythmen aus der Playlist des daneben liegenden Mobiltelefons dudelten, entfuhr ihr ein Schreckensschrei, der ein Zimmermädchen auf dem Flur anlockte. Juanita bot sich ein Bild, das in krassem Gegensatz zur lebensfrohen Musik stand: Frau Gonzalez lag am Boden des Hotelzimmers auf dem braunschattierten Teppichboden zwischen dem zerwühlten Bett und dem Schreibtisch. Ihr pechschwarzes Haar klebte in einer Blutlache – Blut, das wohl aus einer Platzwunde an der Stirn ausgetreten und bereits angetrocknet war. Frau Gonzalez‘ kaffeebrauner Hals wies offensichtliche Würgemale auf. Mit weit aufgerissenen Augen starrte die Tote ins Leere. Während die blutjunge Juanita in der Tür verharrte, den Türgriff umklammert hielt und hyperventilierte, bugsierte das erfahrene Zimmermädchen, eine dralle Mitvierzigerin, die junge Kollegin in das Zimmer. Sie drehte Juanita von der Leiche weg und schloss die Zimmertür hinter sich, um das schreckliche Bild vor den Augen von eventuell passierenden Hotelgästen zu verbergen. Sie drückte die nun zitternde, junge Frau tröstend an sich. Mit dem anderen Arm hob sie den Telefonhörer ab und wählte die Nummer des aktuellen Managers on Duty, während sie selbst den Blick an die Decke richtete und versuchte, so wenig wie möglich auf die Leiche zu sehen. Mehr als: „Kaltabreise durch Fremdeinwirkung auf Zimmer 707“, brauchte sie nicht sagen. Die Mühlen waren in Gang gesetzt, die einen Anruf bei der Polizei ebenso einschlossen wie die Umbuchung der Spätanreise auf ein anderes Zimmer.

 

In meinem Blog gibt es zu diesem Buch auch eine Rezension und ein Interview, welches ich mit der Autorin über ihr Buch geführt habe. Wer Lust hat das eine oder andere oder beides zu lesen, der klicke auf die nachfolgenden Links.

 

Rezension                        Interview

 

 

Trailer zum Buch

 

 

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Über die Autorin Liebevolle Mutter, leidenschaftliche Ehefrau, fränkische Journalistentochter, Mrs. Geradeheraus, Marketingfachkraft, Eventmanagerin, PR-Spezialistin, Organisationstalent

Ich stürze mich mit offenen Armen ins Leben, ich liebe es zu lesen, zu lachen und zu tanzen, ich klettere, reise und fahre begeistert Achterbahn – für mich der schönste Adrenalin-Kick! Das beste Symbol auch dafür, dass nach jeder Talfahrt immer wieder Airtime und Aufwärtstrend anstehen.

 

Liebevolle Mutter, leidenschaftliche Ehefrau, fränkische Journalistentochter, Mrs. Geradeheraus, Marketingfachkraft, Eventmanagerin, PR-Spezialistin, Organisationstalent, loyale Freundin, leidenschaftliche Gastgeberin, Katzenmama, einfühlsame Zuhörerin und verletzliche Seele: Es gibt zahlreiche Schubladen, in denen Christiane Landgraf mit mindestens einem Fuß steckt – aber keine, in die all ihre Facetten zugleich passen. Der Versuch, ihre immense Kreativität zu bändigen, scheitert also mit der gleichen Zwangsläufigkeit, wie der Versuch der Schildbürger, das Sonnenlicht einzufangen. Ihre unbändige Lust zu erzählen, die Liebe zu inspirierenden und packenden Themen und eine einmalige Gabe, auch kritische Entwicklungen in der Gesellschaft erzählerisch gekonnt zu hinterfragen, fließt mit viel Herzblut in ihre romantischen Fernweh-Thriller.

Christiane Landgraf (geboren 1985 in Werneck, verheiratet, ein Kind) legte mit ihrem Romandebüt Social Rating (Erstauflage 2016 im Verlag 3.0) und dem Nachfolger Social Hideaway (Erstauflage 2017 im Verlag 3.0) den Grundstein für eine ganz eigene Komposition von Bewährtem und ihrer eigenen, unverwechselbaren erzählerischen Note. 2020 legt sie mit "Pilotentochter – Ehebruch mit Todesfolge" den Grundstein für eine Krimireihe rund um die charmante Jana, die immer wieder ungeplant in Kriminalfälle verstrickt wird.

Was Christiane Landgrafs Schreibe unverwechselbar macht? Stellen Sie sich vor, Sie hätten am hinteren Ende Ihres Pfannenwenders einfach unheimlich gerne noch eine Schöpfkelle, können so einen Artikel aber nicht kaufen. Verzichten Sie? Warum nicht selbst erschaffen, was fehlt? Christiane Landgrafs Schreibe vereint Aspekte, die so bisher noch nie zusammengeführt wurden und begeistert somit vor allem Frauen zwischen 20 und 60 Jahren. Die romantischen Fernweh-Thriller kombinieren Spannung mit Familiengeschichte, Romantik, ganz viel Fernweh/Reiseinspirationen aus Christiane Landgrafs eigener Erfahrung und einer Prise Humor. Aufhänger ist in der Regel ein brisantes und aktuelles gesellschaftlich relevantes Thema, wie die Technologie der selbstfahrenden Autos in Social Rating und Social Hideaway oder die Herausforderungen der aktuellen Frauenrolle im 2020 erscheinenden ersten Band der Pilotentochter-Reihe. 



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