05 Juni 2021

Astrid Schwikardi - Animus

Ein Köln Krimi

Animus ist nach Uterus der zweite Krimi um den Kölner Kommissar Mark Birkholz. Nachdem ich in meinem Buchblog Uterus schon schnipseln durfte, hat mir die Autorin Uterus als Taschenbuch geschickt und ich möchte meinen Leserinnen und Lesern hier und jetzt meine Rezension nicht vorenthalten.

Klappentext

Tiefe Besorgnis macht sich unter den Kölnern breit, als eine stark verweste Frauenleiche aus dem Fühlinger See geborgen wird. Kurz darauf verschwindet der Polizeichef des KK11 unter mysteriösen Umständen. Handelt es sich nur um einen Zufall?

Kriminalhauptkommissar Mark Birkholz bezweifelt das und begibt sich auf die Suche nach seinem Chef. Kurzerhand folgt er seiner Spur und stößt dabei auf eine 12 Jahre alte Ermittlungsakte zum Vermisstenfall Emily Voss. 

Die junge Frau war als Rucksacktouristin unterwegs und verbrachte ein paar Tage in einem abgelegenen Ferienhaus im niederländischen Giethoorn. Dort verschwand sie spurlos. Bis zum heutigen Tag bleibt ihr Schicksal ungeklärt.

Was passierte damals wirklich? Und aus welchem Grund interessierte sich der Kölner Polizeichef für Emilys Akte, wenn doch die Ermittlungen aus Mangel an Beweisen schon vor Jahren eingestellt wurden?

Animus ist – laut dem Psychoanalytiker C.G. Jung – die männliche Erscheinung und der männliche Funktionsbereich in der Seele einer Frau.

Endlich da: der spannungsgeladene Nachfolger des Kriminalromans „Uterus – Ein Köln Krimi“


Rezension

Die Autorin entführt mit diesem Krimi die Krimienthusiasten an, dem Kölner durchaus bekannte Orte, und ihr ist mit diesem Buch eine spannende und glaubwürdige Erzählung gelungen. Spannung entsteht auch dadurch, dass es verschiedene Erzählstränge gibt und dass die Tote die aus dem Fühlinger See geborgen wird und ein 12 Jahre alter Vermisstenfall gelungen miteinander verwoben werden. Auch das Verschwinden des Polizeichefs und die Suche nach ihm sorgen für zusätzliche Spannungsmomente, und werfen die Frage auf, wie und ob beide Fälle zusammenhängen.

Positiv ist, dass die Charaktere der handelnden Personen gut ausgearbeitet sind und die Handlung logisch und nachvollziehbar aufgebaut ist. Ich hatte nur an ganz wenigen Stellen Fragen, diese aber eher an mich selbst als an das Buch bzw. die Autorin. 

Der flüssige Schreibstil sorgen für gute Lesbarkeit und, die gerade zu Beginn kurzen Kapitel, für zusätzliche Spannung! Mir hat auch der Schuss Lokalkolorit, der nun mal zu einem Regionalkrimi dazu gehören muss, sehr gut gefallen. So sorgte das, dem Fan des Ersten FC Köln und dem, der die entsprechende APP kennt, wohlbekannte Blöken des Geißbocks, bei mir für ein breit angelegtes Schmunzeln.


Schnipsel 1

Mallow tippte mit der Pinzette auf ihren Unterarm.

„Diese dunklen Verästelungen sind Blutadern. Wir sagen auch Durchschlagen des Venennetzes dazu. Und wenn ihr hier mal schaut …“ Mallow bewegte die Pinzette zu den Gesichtsöffnungen. „Wenn aus Mund und Nase bräunliche Flüssigkeit austritt, dann ist das kein Blut, sondern Fäulnisflüssigkeit. Und nach einer angemessenen Zeit bilden sich auf der Haut Blasen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und einreißen können. Die Verwesung ist sehr weit vorangeschritten. Wäre sie ertrunken, hätte ich auf knapp zwei Wochen getippt. Aber die Sache hat einen entscheidenden Haken.“

 

Schnipsel 2 

Mark schüttelte ungläubig den Kopf und machte sich durch Rufen bemerkbar, obwohl er bereits ahnte, dass ihm niemand antworten würde.
 
„Hallo? Herr Dahlmann? Sind Sie zu Hause?“ Er näherte sich einem Treppengeländer und schaute hinauf. Danach hastete er die Stufen hoch und betrat eine Galerie. Stefan folgte ihm nur wenige Meter dahinter. Zwei Ledersessel und ein ausgeräumter Dielenschrank verstärkten die düstere Atmosphäre, die im Haus herrschte. Nachdenklich lauschte er in die Stille. Sein Blick fiel auf eine angelehnte Tür, und augenblicklich fielen ihm die verschlossenen Fensterläden über dem Eingangsbereich ein. Er ging ins Zimmer und tastete nach dem Lichtschalter. Es dauerte einen Moment, bis er ihn fand und zwölf Deckenstrahler den geräumigen Raum in warmes Licht tauchten. Ein Wäscheberg mit getragener Kleidung, der problemlos drei Waschmaschinen gefüllt hätte, türmte sich neben dem Doppelbett auf. Ein muffiger Geruch hing in der Luft. Hastig betätigte er die Rollladenautomatik und riss das Fenster auf. Kalte Luft strömte herein, die er dankbar einatmete. Mit einem besorgten Gesichtsausdruck drehte er sich um und sah Stefan fragend an. „Kannst du mir das hier mal erklären?“

 

Schnipsel 3

Die Geigen antworteten mit einer kreischenden Melodie, die ihr eine Gänsehaut am ganzen Körper bereitete. Niemals zuvor hatte sie eine vergleichbare Sinfonie gehört. Sie konnte es kaum glauben, doch sie empfand sie als beängstigend. Wer immer diese Komposition geschrieben hatte, war durch und durch ein Wahnsinniger. Ein Psychopath, der all seinen Menschenhass mit dieser Kreation zum Ausdruck gebracht hatte. Sie erschauderte bei ihren Gedanken. Das konnte unmöglich von einem bekannten Komponisten stammen. Fast alle hatten auf eine unverwechselbare Art und Weise Wiedererkennungswert, aber das war eine Schande für kulturellen Hochgenuss.


 


 

 

Zu Uterus dem ersten Buch von Astrid Schwikardi gibt es auf meinem Blog einen Schnipsel. Diesen erreichst du über diesen Link 

 

 

Über die Autorin


 
Astrid Schwikardi, geboren 1974 in der Nähe von Wuppertal. Hauptberuflich arbeitet sie als Führungskraft in einem Versicherungsunternehmen. Seit vielen Jahren schreibt sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit, in erster Linie Kriminal- und Kurzgeschichten. 
 
 

 

 

 

Bücher, Bücher, Bücher

 

 

 

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