Samstag, 19. Dezember 2020

Udo Kübler - Kampfengel

Kampfengel

von Udo Kübler

 

 Klappentext:

Wussten Sie, dass im ›bekannten Universum‹ mal wieder vor allem italienische Familien und Clans die Fäden ziehen?

Ist aber so.

Und, glauben Sie mir, Sie wissen auch sonst nicht allzu viel. Kann ja sein, dass Sie schon mal was von Jonathan Simpson gehört haben. Was aber sagt Ihnen der Name Lydia Casagrande? Kennen Sie Silvio Cinturato? Edda Blind? Wussten Sie, dass Malcolm McDermit allen Ernstes im Kilt durchs All flitzt? Und sein Cousin um acht Ecken nicht genug von …

Nein, genug, an dieser Stelle!

Sie sind ja noch absolut unbedarft und wissen rein gar nichts. Nichts von der uralten Rasse der Gandrabo. Nichts über die geschmeidigen Flentorier. Ja, noch nicht einmal mit Cyborgs kennen Sie sich richtig aus, stimmt‘s?

Und was wissen Sie über Terra Nova und über Kampfengel?

Na, da haben Sie aber echt was aufzuarbeiten, Mann …



 

Textschnipsel 1 

Eigentlich hatte Jonathan ja geglaubt, die anvisierte Befreiung würde hier vor Ort stattfinden. ›Hier vor Ort‹, das hieß in oder um Pinta Uaua oder eben wenigsten im Kn’ Uauaph-Gebiet oder – nun ja – wenigstens auf diesem verdammten Planeten Kol’ Da Uaua Trllpck Qua. Wobei er froh war, nicht im Kn’ Uauaph-Gebiet und erst recht nicht sonst wo auf diesem beschissenen Planeten suchen zu müssen. Denn der verfügte – wenn man den Schilderungen der Typen glauben wollte, die in der Gegend des Raumhafens von Pinta Uaua rumhingen – vor allem über ganz übles Schmarotzer-Getier, blutsaugende Mücken und einige menschenfressende Pflanzen. Alles in allem nichts, was man unbedingt erleben musste. Aber die Danziger-Ihnga …?





Textschnipsel 2 

Terra Nova war einer der ersten Planeten, der von Menschen besiedelt worden war. Von Menschen, die noch in Generationen-Schiffen ins All aufgebrochen waren. In Schiffen, die Hunderte Jahre unterwegs waren. Weil sie nur Geschwindigkeiten weit unterhalb der Lichtgeschwindigkeit erreichten. Die ›Hope Of Mankind‹ war seinerzeit aus dem Orbit der Erde gestartet, wo man sie weit mehr als zwölf Jahre zusammengesetzt und getestet hatte. An Bord waren schließlich sieben Paare gewesen. Davon vier aus Europa, zwei aus den Vereinigten Staaten von Amerika und eines aus Mittelamerika. Die ›Hope Of Mankind‹ war über dreihundertfünfzig Jahre unterwegs gewesen, ehe sie in das Sister Sol-System eingedrungen war und dort den dritten von zwölf Planeten angesteuert hatte. Dieser Planet war nicht nur sehr erdähnlich, sondern entpuppte sich als paradiesähnliche Welt. Eine Welt, auf der es eine reiche Flora und Fauna gab, in der Primaten aber offensichtlich fehlten. Die Fresskette der Tiere war perfekt. Jedes Tier hatte seine natürlichen Feinde. Und selbst die mächtigsten Tiere am oberen Ende der Fresskette hatten ausgerechnet in recht kleinen Tieren vom unteren Ende der Kette ihre natürlichen Feinde. Weil sie denen durch altersbedingte Veränderungen ihres Körpers Möglichkeiten boten, in ihn einzudringen, ihn zu töten und aufzufressen.

 

Textschnipsel 3

Er seufzte und hielt seinen Com in die Nähe des Tablets. Die beiden Geräte nahmen Kontakt auf und wurden sich schnell einig, was zu tun war. Nach einem Augenblick stand überall auf dem Formular Jonathans Name, sein Beruf, seine Herkunft, seine Sozialversicherungsnummer, seine Bankverbindung, seine Vermögensverhältnisse, seine Blutgruppe, seine Vorstrafen, ob er wo auch immer gesucht wurde und warum und und und. Und ganz am Ende stand da seine handschriftliche Unterschrift. Der Polizist grunzte zufrieden, packte das Tablet unter den Tisch, drückte einen Knopf, murmelte etwas Unverständliches in ein unsichtbares Mikrofon und sah schließlich Jonathan geradewegs an. Jonathan bemerkte sehr wohl, wie aus dem eigentlich leeren Gesicht die Leere langsam verschwand und einem zynischen Grinsen Platz machte. »Sie halten mich für ziemlich bescheuert, stimmt’s?« »Ich halte Sie für den größten Schwachkopf auf diesem beschissenen Planeten, Mann.« Jonathan zuckte achtlos mit den Schultern. »So ganz liegen Sie da sicher nicht daneben, Officer …«

 

 

Textschnipsel 4

Jonathan spürte, wie ihm etwas über den Kopf gestülpt wurde. Es war wohl eine Art Schutzhelm. Kaum hatte er das Ding über dem Kopf, spürte er, wie zweimal etwas heftig davon abprallte. Im nächsten Moment wurde er seitwärts gestoßen, stürzte und landete auf etwas Hartem, das aber unter seinem Aufprall und Gewicht leicht durchschwang. Bevor er auch nur versuchen konnte, einen Blick auf sich, die Umgebung oder was auch immer zu werfen, fühlte er eine kleine Hand, die ihn mehr oder weniger am Kragen festhielt. Offenbar verhinderte das, dass er durch die vehemente Beschleunigung von der Sache gefegt wurde, auf die man ihn gestoßen hatte. Auch wenn er nichts erkennen konnte, so spürte Jonathan, dass er sich mit erheblicher Geschwindigkeit irgendwohin bewegte, während einige ziemlich verwegene Kurven bewältigt wurden. Hilflos fuchtelte er herum, in der Hoffnung, irgendwo etwas Halt zu finden. Aber vergebens. Gottlob hielt ihn jedoch die kleine, aber ungemein kräftige Hand fest und verhinderte dadurch, dass er bei dieser wilden Fahrt verloren ging. Jetzt spürte er, wie sich drei Gurte um seinen Körper legten und ihn auf der Unterlage fixierten. Er bemerkte, wie die Hand sich probehalber etwas lockerte und – als wohl klar war, dass er gesichert lag – sich gänzlich entfernte. Etwas schob sich über ihn, denn plötzlich war kaum noch etwas vom bisher erheblichen Fahrtwind zu spüren. Gleichzeitig machte das Fahrzeug – oder was immer es sein mochte – noch einmal einen Satz nach vorn und beschleunigte extrem. Da Jonathan jegliches Zeitgefühl abhandengekommen war, vermochte er nicht zu sagen, wie lang diese rasende Fahrt wirklich

 

Textschnipsel 5

»Darf ich dich vorsichtig fragen, wer oder was du in Wirklichkeit bist?« Sie sah ihn einen langen Moment nachdenklich an, presste kurz die Lippen aufeinander und sagte dann: »Ich bin der elfte Kampfengel von Terra Nova.«














Buchdaten:
 
Taschenbuch:
  • ASIN: B08LN5KQT3
  • Herausgeber: Independently published (22. Oktober 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • 503 Seiten
  • ISBN-13: 979-8695243215
 
 
eBook:
  • ASIN: B08L8C5G32
  • Herausgebe : Eigenverlag; 1. Edition (14. Oktober 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • Dateigröße: 1038 KB
  • Text-to-Speech (Vorlesemodus : Aktiviert
  • Screenreader: Unterstützt
  • Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
  • X-Ray: Nicht aktiviert
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 505 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: B08LN5KQT3                                                                                      
 
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Über den Autor:
 
Udo Kübler wurde 1951 in Heidelberg geboren. Im Hauptberuf ist er Inhaber und CEO einer Werbeagentur mit knapp 50 festangestellten Mitarbeitern. In seiner Freizeit schreibt er seit vielen Jahren Geschichten und Erzählungen. Sein Schreibstil unterscheidet sich grundsätzlich dadurch von den gängigen, dass sich bei ihm die Handlung absolut spontan aus der jeweiligen Situation und den Eigenschaften der gerade agierenden Personen ergibt. Im Gegensatz zu geplanten und konstruierten Plots, in denen in der Regel zumindest der Anfang und das Ende für den Autor feststehen und meist sogar der Weg dazwischen weitgehend mit Zwischenstationen festgelegt wurde, simuliert DIRECT STORYTELLING, wie Udo Kübler seinen Stil genannt hat, die Gegebenheiten des wirklichen Lebens.
 
 
Erzählungen von Udo Kübler zeichnen sich vor allem durch eine ungewöhnliche Lebendigkeit seiner Figuren aus. Seine reiche, mitunter opulente Sprache, schafft im Kopf des Lesers ungewöhnlich lebendige Bilder, mit sehr nachhaltiger Wirkung. Sein durch viele Dialoge gekennzeichneter Erzählstil und der jederzeit präsente hintersinnige Humor des Autors, machen das Lesen zum Genuss. Durch den meist sehr umgangssprachlichen Tonfall seiner Dialoge, schafft Udo Kübler eine schon fast intime Nähe des Lesers, zu den beteiligte Personen, von denen man impulsiv immer mehr erfahren möchte …
 
 
Denn auch im wirklichen Leben planen wir zwar allenthalben und bemühen uns bestimmte Ziele zu erreichen. Dabei werden wir aber in jedem Augenblick von unzähligen Personen, Geschehnissen und Gegebenheiten beeinflusst, die – außerhalb unseres Einflussbereichs – den Dingen ganz unerwartete Wendungen geben. Oder, um es ganz einfach zu sagen: Klar und festgelegt sind lediglich die Kulisse und die Beteiligten der Eingangsszene. Aber schon nach wenigen Sätzen, spätestens aber auf Seite 2, entwickelt sich alles ganz spontan aus dem Moment heraus. Die Kulisse Mallorcas, wo er 1989 in der Nähe Alcúdias ein Haus gekauft hatte, inspirierte Udo Kübler zu seinen Erzählungen von Jonathan Simpson - einem dem Autor nicht unverwandten Charakter -, der sich, in unterschiedlichen Professionen und zu unterschiedlichen Zeitrechnungen, als Gast in dem Haus in Bonaire aufhält und die aberwitzigsten Dinge erlebt. Und der sich - als wohl einziger Protagonist überhaupt – nach jedem überstandenen Abenteuer mit seinem Autor in dieser seltsamen Bar "Thelma's" trifft, um mit ihm über den Sinn und Unsinn der jeweiligen Geschichte zu streiten. Na ja, sagen wir lieber, zu debattieren ... Ein gewisser Bruch stellt sich mit der Serie „Die Mission“ ein. Deren 1. Band „KAMPFENGEL“ war ursprünglich als Kurzgeschichte geplant. Bereits auf Seite 24 aber ahnte der Autor, dass in diesem Thema mehr steckte und schrieb einfach weiter. Und nach etwa 530 Normseiten war klar, dass da noch einige Bände folgen mussten. Aufgrund des beachtlichen Umfangs des „KAMPFENGEL“, verzichtete Kübler auf den Anhang „THELMA‘s“. Ebenso verzichtete er weitgehend auf Bezüge zu Mallorca, sondern zeichnete das Szenario einer klassischen Space Opera, bei der heldenhafte Charaktere, dem Guten zum Sieg über einen übermächtigen Feind verhelfen … Sollten die Leser auch künftig auf die angeregten Debatten zwischen Autor und Protagonist nicht verzichten wollen, besteht die Möglichkeit eines speziellen „THELMA‘s“, außerhalb der Serie.
 
 

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